Bornavirussymptome

1) Klinische Symptome Ludwig/Bode:

Verhaltensänderungen, Bewegungsstörungen und einer Beeinträchtigung der Sensibilität und des Sensoriums wie: Absondern von der Herde, Verhaltensänderungen, Depression, Leerkauen, gesenkte Kopfhaltung mit traurigem Blick, z.T. gesteigerter Bewegungsdrang, z.T. Aggressivität gegen andere, z.T. große Schreckhaftigkeit, herabgesetzte Teilnahme an der Umgebung, Spasmen und Speicheln, Paralyse hauptsächlich der Hinterhand.

Im Endstadium Festliegen mit Ruderbewegungen, Fieberschübe.

Anmerkung: Nachdem eine sehr bekannte kombinierte Herpes/Influenzaimpfung vom Markt genommen wurde, sind die Berichte der schweren Bornavirus-Fälle in unserem Forum ganz massiv zurückgegangen. Das läßt wohl sehr tief blicken.

 

Aus der großflächigen Untersuchung im Saarland in 2004 ging hervor, dass es auffällig war, dass bei zahlreichen Pferden ein Symptomenkomplex in unterschiedlichster Kombination auftrat. Im Verlaufe des Seuchenzuges kristallisierte sich heraus, dass oft nur Einzelsymptomatiken zu beobachten waren. Diese umfassten: Orientierungslosigkeit, Leistungsabfall, Aggressivität, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, Antriebslosigkeit, Apathie, tagelanges schläfriges Verhalten, vermehrtes unerklärbares Scharren mit den Hufen, wechselnde Appetitlosigkeit, Lichtempfindlichkeit, Kopfschütteln, Standanomalien (Spreizstellung), wiederkehrende Koliken und Muskelzucken.

 

Durch die Ausbreitung des Virus bis ins Auge entwickelt sich bei verschiedenen Tierarten eine Retinitis. Es kann zur Zerstörung von Pigmentepithel und Photorezeptoren und als Folge dessen auch zu einer Retinaatrophie kommen (Krey et al., 1979a, b; Narayan et al., 1983b; Kacza et al., 2000). siehe Doktorarbeit Uni Giessen und Neurodegeneration und Regeneration in der Netzhaut der Säugetiere der http://www.uni-leipzig.de/

Beteiligung des Auges an der Bornainfektion: Gestörtes Sensorium, Blindheit, Ausscheidung des Virus über Augensekrete.

 

Lt. Bornaforscherin Fr. Dr. Bode treten oft nur ein oder zwei Hauptmerkmale auf:

"Längsschnittuntersuchungen mit krankheitsbegleitenden Blutproben legen nahe, daß ein phasischer Verlauf mit Spontanremission und späteren erneuten Rezidiven beim Pferd viel häufiger vorkommt als die oben beschriebene klassische BK (19). Dabei entwickelt sich in der Regel nicht das "Vollbild" der BK, sondern es dominieren partielle Symptome aus den BK-typischen Symptomkomplexen. Zu den häufigen Leitsymptomen gehören Apathie und Freßstörungen. In anderen Fällen stehen ausschließlich Motilitätsstörungen, hier in erster Linie milde Ataxien der Hinterhand, bei sonst unauffälligem Verhalten im Vordergrund. Ebenso können rezidivierende Phasen gastrointestinaler Beschwerden, hier in erster Linie Koliken, als einziges Symptom einer aktivierten BDV-Infektion imponieren (19). Koliken wurden bereits 1912 als häufig mit BK assoziiert beschrieben (151). Unsere Stichprobenuntersuchung von stationär wegen Kolik behandelter Pferde in einem bayrischen Endemiegebiet ergab, daß 92,3% (36 von 39) der Tiere eine BDV-Infektion hatten, wobei die Infektion bei 97,2% (35 von 36) aktiviert war, d.h. BDV-Proteine in den PBMCs nachweisbar waren. Bei dem überwiegenden Teil handelte es sich um akute, rezidivierende oder ätiologisch ungeklärte Koliken. (aus Habilitation von Frau Dr. Bode).

Diese neuen klinischen Beobachtungen und die Möglichkeit, dem praktischen Tierarzt eine schnellere Diagnosefindung an die Hand zu geben, veranlassten die Forschungsgruppe unter Leitung von Fr. Dr. Bode, eine »Bornaskala« zu entwerfen, die Art und Schweregrad der Symptome quantitativ erfassen und damit den Tierarzt für eine Labordiagnose richtungweisend sensibilisieren soll. Vor allem soll auf feinste Veränderungen in den fünf großen Komplexen: Verhalten, Bewegung, Futteraufnahme, Darmtrakt und Befinden geachtet werden. Diese Bornaskala beim Pferd ist im speziellen Sonderdruck "Bornavirus beim Pferd" der TU Tierärztlichen Rundschau in Zusammenarbeit mit dem RKI enthalten. Höchst interessant ist darin die Beschreibung des Impfstatus. Alle fünf schwererkrankten Fallbeispiele, bunt gemischt vom Freizeit-, über Fahrpferd zum Reitpferd, waren komplett durchgeimpft mit Tollwut, Tetanus und alle mit der kombinierten Influenza/Herpesimfpung!

Man könnte die Symptome mit denen manisch Depessiver vergleichen. Nicht alle infizierte Tiere zeigen aber Symptome, wobei es nach einer zerebralen Affektion mit Episoden der Apathie und Müdigkeit zur kompletten Remission kommt. Da man bei solchen Tieren noch Bornamaterial im Hirn findet, scheint dies wirklich auf einer direkten Reaktion im Hirn zu beruhen. Bei Schafen ist charakteristisch, dass sie umfallen, für kurze Zeit am Boden liegen bleiben und dann ganz normal aufstehen und weiterfressen. Bisher habe ich persönlich von 3 Fällen bei Pferden gehört, denen das gleiche passierte. Infizierte Katzen zeigen einen unsicheren, steifen Gang, sind depressiv bis apathisch. Hervorgerufen werden die klinischen Symptome nicht durch das Virus direkt, sondern indirekt durch die Immunantwort, die durch das Virus im ZNS hervorgerufen wird.

Es gibt verschiedene Varianten des Virus, der sich auch verschieden zeigt. Im Internet steht, dass es erstens eine persistierende Form ohne große Symptome gibt, die der manischen Depression der Menschen ähnelt und eine zweite Form, die aggressiv und tödlich verläuft, hier waren immer Hirnentzündungen mit dabei!

Gesammelte Symptombeschreibungen von betroffenen Pferdebesitzern von Bornavirus-Borreliose-Herpespferden:

 Wenn man selbst Besitzer eines erkrankten Pferdes ist, kann man es natürlich viel genauer beobachten und kennt auch die Vorgeschichte, so dass wir hier die o.g. klinischen Symptome nochmals genauer betrachten und besser analysieren können.

 Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass die hier gesammelten Symptome von Pferden stammen, die beide Viren, EHV und Borna (und teilweise andere multiple Erkrankungen ins besondere auch Borreliose, wie sich im Verlauf der Beobachtungen herausstellte), in sich tragen.

Viele sind auch Headshaker. Gerade bei der Kombination Bornavirus und Herpes, aber auch der Nerventyp B. Garnii bei Lyme-Borreliose überschneiden sich die Symptome dermaßen, dass es unmöglich ist, zu sagen, welche Symptome jetzt genau zu welchem Virus gehören. Es wurde versucht, aus Erfahrungswerten und Berichten der Fachwelt die Symptome etwas mehr zuzuordnen, aber ohne Gewähr.

 

Wichtig: Die unten aufgeführten Symptome sind Sammlungen verschiedener Pferde, keines hat alle. Wenn Sie als Pferdebesitzer schon mindestens 2 Symptome erkennen, sollten Sie unbedingt einen Borna- und besser auch einen Borreliosetest machen lassen. Das Herpesvirus haben sowie fast alle Pferde schon mehr oder weniger latent in sich. Es empfiehlt sich, bei beiden die neuen Verfahren zu nutzen, also beim Bornatest nur den neuen patentierten von Prof. Ludwig bei Dedimed in Potsdam und bei Borreliose nur Referenzlabors, für Tiere .

 

1. Laufen mit Nase tief auf dem Boden , Jucken der Nase und reiben, Kopfschnicken, = sind Headshaking-Symptome wie Tregenimusnerv-Entzündung, Hirnnervenschädigen (Borna-Herpes, und L-Borreliose ? (Neuroform)-Symptome).

 

2. Einbrechen der Vorderhand, Spreizstellung der Beine, Zwangsbewegung im Kreis = Manegebewegungen (Borna)

 

3. Zum Teil gesteigerter Bewegungsdrang (auch mit Kreisbewegungen), Weben, wenn gleichzeitig mit anderen o.g. Symptomen auftritt, Hyperästhesie, Zittern, Inkoordination, . (Borna)

 

4. häufig ist leerkauen, oder Pferde beobachten in Ruhestellung, ob die Unterlippe bzw. die langen Haare dort immer wieder zittern und sich bewegen, gähnen (Borna)

 

5. Wesensveränderungen, Verhaltensstörungen: Also glückliche Pferde sind plötzlich melancholisch, vermehrtes schnicken, dann Apathie , Depression, das Pferd ist traurig, weggetreten , ruhige pferde auch mal ängstlich, andere wiederum sind total unruhig, schreckhaft, können darum evtl. gar nicht mehr geritten werden oder sie werden agressiv. (Borna) Verhaltensauffälligkeiten: erhöhte Fluchtbereitschaft, Aggressivität, Überreaktionen auf Stresssituationen, Nervosität, Platzangst, Somnolenz (krankhafte Schläfrigkeit), Lethargie (Teilnahmslosigkeit) Borna

 

6. Herabgesetzte Teilnahme an der Umgebung, Absondern von den anderen, gesenkte Kopfhaltung, Pferde schauen mehr "nach innen" , Apathie, Schläfrigkeit (Borna)

 

7. rezidivierende Koliken, alle wiederkehrenden Koliken, bei denen keine offensichtliche Ursache auszumachen ist. Interessant hier auch die offensichtliche Verbindung von Wurmkuren und Koliken. (Borna )

 

8. bei krasser Erstinfektion kann es zu einer Abmagerung kommen, Pferde vergessen zu fressen, kein Appetit, oder können/wollen bestimmte Sachen nicht fressen (Borna) aber auch Futterverwertungsstörungen bis hin zur Kachexie (Auszehrung) bei der Borreliose.

 

9. Schwierigkeiten beim kauen oder auch mal das Heu oder Stroh für eine Weile im Maul vergessen, oder "Pfeifenrauchen" (d.h., es wird ein Bissen nicht zu Ende gekaut und abgeschluckt, sondern hängt teilweise aus der Maulspalte heraus, Kau- und Schluckkrämpfe (Borna)

 

10. Wallache lassen ihren Schlauch oft heraushängen - sehr oft ein Frühzeichen! von Borna

 

11. Auffällig ist die übersteigerte Schmerzempfindung und Empfindlichkeit der Haut, Pferde können kein Regen vertragen, Regen auf der Nase oder Schnee auf der Nase ist ihnen sehr unangenehm, wehren sich bei harten Bürsten, wollen nicht geputzt werden etc. Andere bemerkten als erste Anzeichen, das sie sich ständig gescheuert haben. (Borna, Lyme-Borreliose, Hauttyp B. Afzelli)

 

12. Ebenso wie die positiven EHV-Pferde wurden auch beim Borna im Vorfeld langwierige Probleme mit den Atemwegen , Husten und weißlicher Nasenausfluss beobachtet.

 

13. die Hinterbeine werden deutlich tiefer unter den Bauch gestellt. (Borna, L.-Borreliose)

 

14. .Bornapferde haben Probleme mit den Augen, sind da ziemlich eingeschränkt mit Sehen, mit hell und dunkel etc. und erschrecken darum auch öfters als gesunde Pferde, sie hören auch anders: Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen, sowie auffallend häufiges Gähnen und Ängstlichkeit. Das Bornavirus schädigt Netzhaut und Retina im Auge. Borna, EHV 2 + 5 bei Keratitiden, siehe hier nach bei Herpes Auge. 

Bestimmte Augenerkrankungen kommen aber ebenfalls bei der Lyme-Borreliose vor.

 

15. Ataxieähnliche Symptome, Empfindlichkeit auf dem Rücken , also nach auflegen des Sattels oder Halfters ( encephalitis = entzündete nerven --> Wirbelsäule tut weh), Der Gang kann torkeliger sein, öfter mal stolpern, klammer steifer Gang etc.)

 

Hier gibt es bei den Symptomen deutliche Parallelen zum Herpes EHV, bitte für weitere Infos dort nachschauen bei ZNS-Schädigungen , aber auch zur L.-Borreliose und Borna

 

16. Im Spätstadium Fieberschübe und Festliegen (Herpes/Borna).

 

17. Narkolepsie:

 

Es mehren sich Berichte von betroffenen Pferdebesitzern, dass das Pferd im Paddock oder sonstwo plötzlich einfach umfällt und nach kurzer Zeit wieder aufsteht, als wäre nichts geschehen. Bei meinen Recherchen wurde das im Internet öfters bei Schafen und Borna berichtet, scheint so, dass es auch bei Pferden auftritt. Bei diesem plötzlichen Umfallen wird meistens von den TAs die äußerst seltene Narkolepsie diagnostiziert. Seltsamerweise sind mir jetzt schon 3 Fälle bekannt, wo solche Pferde später mit deutlichen Bornavirus-Symptomen eingeschläfert werden mussten. Interessanterweise wird bei den alten Beschreibungen der Borna'schen Erkrankung Schlafsucht aufgeführt! Wird Narkolepsie also verursacht durch Borna oder dadurch ausgelöst und verstärkt? Lesen Sie weiter über mögliche Zusammenhänge auf der Extraseite Narkolepsie!

 

18. Ebenfalls kann nach Auskunft der Therapeutin bei der Kombi Lyme-Borreliose-Borna ein Zusammenhang mit der plötzlichen Hufrehe auf allen 4 Füßen auftreten. Bei Fällen, evtl. mit Todesfolge, die nicht so in das normale Schema für Hufrehe passen, sollte man an einen Borna- und Borreliosetest denken. Diese Pferde haben auch oft schon im Vorfeld und lange voraus Probleme mit Gelenken etc. gehabt. Kommt dann zur Borreliose eine Bornabeteiligung hinzu, kann es zum Zusammenbruch des Immunssystems führen.

 

19. Weiterhin gibt es verschiedene Berichte, dass bornapositive Pferde unempfindlich gegen Stromzäune werden - Schädigung der Neurotransmitterleitungen Nervenenden.

 

20. Bornapferde haben oftmals kleine (zu kleine) harte dunkle Äppel, berichten einige Besitzer.

 

Weitere sehr ausführliche und auch typische Symptomlisten stellte eine betroffene Pferdebesitzerin in 2006 zusammen, deren Pferde sehr hoch mit Erregern belastet waren und leider auch in 2008 gestorben sind. Sie wurden ausschließlich alternativ behandelt, ob Amantadin da noch geholfen hätte, kann ich nicht beurteilen. Die Meinung war hier, dass diese Pferde durch die starken multiplen Erkrankungen das gar nicht mehr verkraftet hätten mit ihrem Immunssystem