Bornaviren -  Katzen - Hunde - Vögel - Schafe - Kaninchen etc.

Bode Tierspezies Bornaviren

Siehe auch

http://www.animal-health-online.de/drms/pferd/borna.pdf, eine Broschüre "Nicht nur bei Pferden - Borna-Disease-Virus (BDV)-Erkrankungen von B. Iben, Großtierpraxis 7:04, 138-146 (2006) die ebenfalls auf Habilitationsschrift von Dr. Liv Bode, Kap. V. basiert und die die hier etwas weiter erläuterten Punkte kurz zusammenfaßt:  

1. Katze , 2. Hund, 3. Rind, 4. Schaf, 5. Strauß, 6. Kaninchen, 7. Ratten, 8) Papagei, Wellensittich

10.1.20: Sind Katzenbesitzer besonders gefährdet?
siehe hierzu den neuen Bericht: 
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.deutschland-mehr-toedliche-borna-virus-infektionen-als-angenommen.c25e9d68-8c69-4f98-a090-d3a3011fb15a.html

Es sollte häufiger auf das Borna-Virus getestet werden
Die Forschenden sind der Meinung, dass Patientinnen und Patienten häufiger auf das Borna-Virus getestet werden sollten, wenn sie von einer sich schnell entwickelnden und nicht erklärbaren Störung des Nervensystems betroffen sind und die betroffene Person möglicherweise mit Spitzmäusen in Kontakt gekommen ist.
Übertragen wird das Virus über Kot, Urin, Speichel! Das kann man aber erweitern auch auf Kontakt mit Säugetieren, die mit dem Kot und Urin von Mäusen Kontakt haben bzw. sie fressen (Katzen): Pferde, Schafe, Rinder etc.!
Aus heute 16 Jahren Erfahrungswerte vom ersten Forum ab 2006 an,
vermuten wir ein ja - offiziell untersucht oder gar bewiesen hat das noch niemand - wurde dieses Virus doch über zig Jahre hinweg von allen absolut negiert und verschwiegen! Daher raten wir als Vorsichtsmaßnahme den Besitzern akut bornaviruserkrankter Katzen, sich selbst testen zu lassen.
übernommen Forum:
Hallo zusammen,
gibt es hier im Forum auch Leute, die bereits Erfahrungen mit Borna-positiven Katzen gemacht haben?
Ich finde leider so gut wie keine Informationen in dem Bereich und wäre doch so dankbar darum.
Bei meiner Minchen war es eher eine Zufallsdiagnose.
Sie hatte schwere neurologische Ausfälle und Anfälle, die Muskeln bauten rapide ab, dazu extreme Temperaturschwankungen zwischen 33 und 40 Grad. Weitere Symptome wie zB unterschiedliche Pupillen-Größen, ein Ohr kalt, eins warm.. und noch mehr.
Die Anfälle waren epilepsie-artig - gepaßt hatte jedoch nicht, daß sie sich bei Berühren oder Ansprache immer sofort aus den Anfällen holen ließ.
Der Verdacht war eine Hirn- oder Hirnhautentzündung.
Allerdings hatte sie zu Beginn auch extrem hohe Leukos (36000) - daher wurde anfangs antibiotisch behandelt, was zumindest die Leukos wieder in den Normalbereich gebracht hat.
Beim Testen auf die üblichen Seuchen (FeLV, FIV, Corona) sind wir in einem Buch auch über den Borna-Virus gestolpert und haben das gleich mitgetestet. DieSymptome waren ja leider ziemlich passend.
Alles andere war negativ - Borna jedoch positiv.
Nun muß man dazu sagen, daß ich Minchen vor 1,5 Jahren schon "gelähmt" aus dem Tierheim übernommen hatte.
Hinterhandlähmung... die ja gemeinsam mit Ataxien gerade bei Pferden oft genannt wird.
Ihr Zustand ist inzwischen besser, aber natürlich immernoch weit weg von gut... ein Dauerzustand kann das so nicht sein! :-(
Ich habe bisher noch keinen einzigen Fall einer Katze gelesen, der für die Katze gut ausging. :-/
Wir kämpfen und haben nach Rücksprache mit Prof. Ludw. vor 3 Tagen die Behandlung mit A. gestartet.
Dennoch wäre es für mich sehr hilfreich, noch weitere Informationen und Erfahrungen zu lesen.

FLI-Forschung Bunthörnchen-Bornavirus VSBV-1

Spurensuche - woher stammt das VSBV-1?

Es wird fieberhaft danach gesucht, wo die Hörnchen das Virus her haben könnten, bis jetzt hat offensichtlich noch keiner eine Idee. Da es bereits in 5 Bundesländern aufgetaucht ist, ist ein Reservoir in Deutschland zu vermuten - womöglich eine Mutation bereits weitflächig vorhandener Wirtstiere? 

Antikörper-Test ELISA IgG für das neue Bornavirus der Bunthörnchen (Abweichung zu oben ca. 25 %)

Dieser Test wird im Bernhard-Nocht-Institut durchgeführt, siehe dazu

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zoonosen/Bornavirus_Anforderungsschein_Labordiagnostik_BNITM.pdf?__blob=publicationFile 

Katze:

In Schweden wurde erstmals 1974 auf eine ätiologisch ungeklärte

neurologische Erkrankung bei Katzen aufmerksam gemacht, die klinisch durch

Verhaltens- und Bewegungsstörungen gekennzeichnet war und neuropathologisch

einer nicht-eitrigen Meningoenzephalomyelitis entsprach (98). Bei den motorischen

Störungen imponierte ein steifer schwankender Gang, der der Krankheit später den

Namen „Staggering disease“ (SD) einbrachte, außerdem Hinterhandataxien und

Lähmungen, sowie der Verlust der Fähigkeit, die Krallen einzuziehen.

Wesensänderungen (größere Anhänglichkeit, Ängstlichkeit, Depression) wurden

regelmäßig beobachtet, ebenso wie Anorexie, erhöhter Speichelfluß, Hyperästhesie

und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen.er BDV-Infektion auch unter dem ungeklärten Zoonose-Aspekt notwendig.

Testverfahren: Hier sollte unbedingt getestet werden mit den neuen bioenergetischen Verfahren, die die Erreger in der Regel alle  finden, sofern diese Verfahren das Virus in der Datenbank oder im Programm haben. Das sollte vorher immer geklärt werden!

 

Hunde

 

Das zweite, eng mit dem Menschen verbundene Haustier, der Hund, war bisher

 

kaum im Fokus der möglichen BDV-Wirte. In einem frühen Einzelbericht konnte bei

 

einem Hund experimentell zwar keine BK ausgelöst, die Infektion des Gehirns jedoch im Tierversuch ein halbes Jahr später nachgewiesen werden (133).

 

Wir hatten im Februar 1994 Gehirnmaterial eines schwedischen Hundes erhalten, der wegen Aggressivität eingeschläfert werden mußte. Neuropathologisch hatte sich der Verdacht einer nichteitrigen Meningoenzephalitis unklarer Genese bestätigt.

 

 

 

Unsere in den folgenden 3 Jahren durchgeführten intra vitam-Untersuchungen

 

von Hunden aus einer Tierarztpraxis in Süddeutschland haben ergeben, daß die BDVInfektion in der Tat auch bei Hunden vorkommt und mit 38,2% (13 aus 34)

 

Seroprävalenz relativ häufig zu sein scheint (Abb. 3; Bode und Pick, unpubl.). Nur bei der Hälfte der Tiere war die Infektion zum Untersuchungszeitpunkt aktiviert (17,7%; 6 von 34). Zwei dieser Tiere waren neurologisch krank. Der Gesamtanteil der infizierten Tiere betrug immerhin 47,1% (16 von 34). Von den 26 Tieren mit Vorbericht, litt die überwiegende Mehrheit an allergischen Hauterkrankungen oder Myositis. Ein klinisch gesundes Kontrolltier war infektionsfrei, während 2 weitere symptomfreie Hunde mit Pferdekontakt seropositiv getestet wurden. Darüberhinaus konnten wir bei 2 Hunden mit allergischen Erythemen durch Verlaufsuntersuchungen im Zweimonatsintervall jeweils eine Serokonversion dokumentieren.

 

 

 

Kürzlich gab es aus Österreich einen Fallbericht über einen wegen progredienter neurologischer Symptomatik eingeschläferten Hund, in dessen Gehirn BDV-Antigen durch Immunhistochemie sowie BDV-RNA mit nested RT-PCR eindeutig nachgewiesen werden konnte (198).

 

 

 

Nach diesen ersten Untersuchungen muß auch der Hund definitiv in die Reihe

 

der Wirte von Bornavirus aufgenommen werden. Bei neurologischen Symptomen

 

sollte differentialdiagnostisch demnach nicht nur Tollwut- oder Staupeverdacht

 

abgeklärt, sondern auch eine mögliche BDV-Infektion berücksichtigt werden. Da für

 

den Hund bezüglich der engen Kontakte zum Menschen dasselbe gilt wie für die Katze, sind weitere epidemiologische Datenerhebungen auch hier dringend erforderlich.

 

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 43 - 44

 

 Vögel, Papagei, Wellensittich

Auch Papageien und Wellensittiche können das Bornavirus haben. Das Bornavirus bei den Papageien bzw. Vögeln ist etwas anders, es hat zu 3/4 Gemeinsamkeiten mit den Säugetieren. Aber 80-95 % sind gleich beim ABV, dafür gibt es 4 Untergruppen. 

LDie aviären Bornaviren der papageiartigen Vögel - Bisher wurde die Neuropathische Drüsenmagendilatation bei ca. 50 Psittaziden-Arten beschrieben, allerdings wurden auch PDD-klinische Krankheitssymptome bei Tukanen, Ammern, Kanarien, Prachtfinken, Ibisvögel, Kanadagänsen und einem Wanderfalken beobachtet.