Rickettsien fallen unter die Gruppe Mycoplasmen

Die Mycoplasmen-Familie ist sehr umfangreich - hier stellen wir hauptsächlich die vor, die bei uns in Deutschland vorkommen. Die Rickettsienfamilie wurde in neuerer Zeit auch der Mycoplasmen-Familie zugeordent.

Etliche davon können auch als Mischinfektionen mit Borreliose auftreten und die Symptome z.B. von Ricettsia helvetica sind davon kaum zu unterscheiden.

Da in der Regel nur Borreliosetest veranlasst werden - und hier auch meistens nur Antikörpertests, die nur besagen, dass der Körper damit in Berührung gekommen ist - fallen die Rickettsien meistens durchs Netz!

Mykoplasmen sind die kleinsten und einfachsten bekannten Organismen, die sich selbst vermehren. Anders als die übrigen Bakterien besitzen sie statt der Zellwand nur eine dünne Membran und keine Zellwände. Die Klasse, der sie zugehören, wird deshalb auch als Mollicutes ("Weichhäuter") bezeichnet. Sie sind auf Wirtsorganismen angewiesen.

Ihre winzige Größe, Einfachheit und fehlende Zellwand und damit Verformbarkeit rüsten sie optimal für ihr Parasitendasein aus und ermöglichen es ihnen, sich eng an die Membranen der Wirtszellen anzuheften, bei Bedarf aber auch durch Gleitbewegungen mobil zu werden. Diese Überlebensmechanismen scheinen sehr effektiv zu sein - die Mollicutes sind schätzungsweise bereits 65 Millionen Jahre alt.
Da sie nur eine dünne Menbran haben statt Zellwände, nützen normale gebräuchliche Antibiotika bei denen nicht, da die meisten die Zellwände angreifen, die Mycoplasmen nicht haben. Es bedarf also spezieller Antibiotika, des ist auch wohl der Grund, warum viele Betroffene, die denken, sie hätten eine Borreliose und ausreichend Antibiotika geschluckt haben, keine Besserung verspüren.

 

Wichtig in ihrer Behandlung ist vor allem auch die gleichzeitige Entgiftung der Toxine, die bei der Behandlung anfallen und eine richtige Ernährungsanleitung.

Zum Beispiel wird zusätzliche Magnesiumzufuhr den Rickettsien-Patienten nicht empfohlen, weil es bewiesen ist, dass diese Substanz den Erreger in vitro wachsen lässt.

Der Eisenwert ist  bei vielen Patienten zu niedrig. Das ist zurückzuführen auf die Tatsache, dass der Erreger den Eisenvorrat des Kranken verbraucht. Das Gleiche  ist der Fall, wenn der Eisenwert zu hoch sein sollte. Damit der Eisenwert sich normalisiert, sollte man gegen den Erreger antibiotisch und alternativ vorgehen. Der Eisenwert wird sich nach der Behandlung normalisieren.