Borreliose - Symptome

Borrelien sind hochspezialisiert, lassen sich kaum im Labor züchten und sind ein Meister der Tarnung. Dieser Erreger kann, je nach Umweltbedingungen, unterschiedliche Formen annehmen oder sich innerhalb von einer Minute verkapseln, um auf bessere Verhältnisse zu warten.

Borrelien sind in der Lage, ihren „Gastgeber“ mittels Stoffwechselprodukten zu steuern und zu manipulieren oder sich in Zellern zu verstecken. Des Weiteren haben sie eine hohe Beweglichkeit, brauchen wenig Sauerstoff und können die Hirnschranke schnell überwinden. 

Als Spirochäten sind sie chemotaxisch hochsensibel und in der Lage, antibiotische Toxine schnell aus ihrem Organismus auszuscheiden. Kälte ertragen sie bis minus fünfzig Grad, allerdings Hitze nicht über plus zweiundvierzig.

 

 

Die Vielfalt der Namen für diese Infektion ist verwirrend.
Unter der Vielzahl der aufgeführten seltenen und häufigeren Symptome gelten nur das Erythema migrans, das Borrelien-Lymphozytom und die Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA) als krankheitsbeweisend (pathognomisch). “ siehe dazu dieser Link mit vielen Bildern der ACA: http://www.dermis.net/dermisroot/de/35111/diagnose.htm


Symptome:

Grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Muskelschmerzen , Kopf- und Gelenkschmerzen, häufige Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Das Erythema migrans/wandernde Hautrötung tritt etwa nur in 50 - 60 % der Fälle auf. Eine möglichst schnelle Gabe des richtigen Antibiotikas ist bei einer frischen Borreliose angebracht.

Der Krankheitsverlauf bei Kindern kann schleichend und chronisch sein, so ein Experte. Zu den Symptomen gehörten starke Schmerzen im Rücken und Bauch sowie in den Armen und Beinen. Es könne sogar zur Gesichtslähmung kommen. Auch geschwollene, schmerzende Gelenke könnten ein Hinweis auf Borreliose sein.

Es kommen immer wieder Fragen, wann bzw. wie lange das Erythema migrans nach einem Stich auftritt:

" Die ersten Anzeichen einer Lyme-Borreliose, das Erythema migrans (Wanderröte), tritt meistens ein paar Tage nach dem erfolgten Zeckenstich / Zeckenbiss auf und ist ein untrügliches Zeichen für eine Borrelien-Infektion, aber:

  1. Erythema migrans kann auch erst Monate nach der erfolgen Borrelien-Infektion auftreten.

  2. Erythema migrans tritt nicht bei allen mit Borrelien infizierten Personen auf.

Bei einer Wanderröte sollte der Arzt sofort eine mehrwöchige antibiotischen Therapie mit dem richtigen AB einleiten.

Symptome, die lt. Bornavirusforscher Prof. Ludwig und Dr. Bode aus Berlin (ehemals RKI) eher dem Bornavirus zuzuordnen sind - können auch Mischinfektionen mit Borreliose und anderen Erregern sein:

Zitat: Insbesondere bei psychiatrischen Störungen, die auch mit neurologischen Auffälligkeiten einhergehen können, findet man "Fußspuren" des Bornavirus. Dies ist ein im Nervensystem sich einnistendes Virus, das sich vor allem im limbischen System, einem zentralen Teil des Gehirn, wo Gefühle und Emotionen kontrolliert werden, ansiedelt und das Gleichgewicht der Gehirn- Botenstoffe stört bzw. verschiebt. - In mehreren Studien sind bei Mensch und Tier erhöhte Bornavirus Marker bei Borrelioseerkrankten oder Bornavirus Spuren bei Borrelioseverdacht erhoben worden. Des weiteren treten oft auch Herpesviren mit auf, insbesondere das EBV. Auch bei CFS, dem sogenannten "Chronischen Müdigkeitssyndrom" sind nach neuen Erkenntnissen obige Viren als mitverursachend angesehen worden." Ende Zitat Prof. Ludwig - siehe dazu die Page https://www.bornavirusinfektion.de/

 Nicht vergessen sollte man bei all den Symptomen Quecksilberbelastungen, denn der häufigste Ort, wo das Quecksilber endet im Körper, ist das Nervensystems, das Rückenmark oder das Gehirn. Die häufigsten Symptome für chronische Quecksilbererkrankung, die man selbst bei sich sehen kann, ähneln sehr einer Borreliose-Infektion:

  • chronische Gelenkprobleme, ein Gelenk oder mehrere Gelenke

  • Muskelschmerzen

  • Schlaflosigkeit

  • Konzentrationsstörungen. Auch wenn das Gehirn nicht mehr so gut funktioniert wie früher, dass wir denken, na ja, wir werden halt älter und es ist halt so.

Hier sollte ebenfalls die Borreliose mit abgecheckt werden:

Arthritis*, Gelenkrheuma*, Polyarthritis*, Bursitis (Schleimbeutelentzündung), Bandscheibenvorfall, Bindehautentzündung, Entzündungen aller Augenteile, Gefäßbeschwerden (Thrombose), Hirnhautentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Gelenkentzündungen (alle großen Gelenke, auch Kiefergelenk), Multiple Sklerose,und Fibromyalgie, Sehnenscheidenentzündung, HWS-Syndrom (Hals-Wirbelsäulen-Syndrom) und Schlaganfall.

 

Ebenfalls von größter gesundheitspolitischer Bedeutung ist der Nachweis, dass die Borreliose sowohl von der Mutter auf das Ungeborene, bzw. während der Geburt auf das Kind übertagen werden kann und dass eine Borreliose von einem Kranken auf seinen gesunden Sexualpartner übertragen werden kann, was allerdings  von den IDSA  Leitlinienvertretern vehement zurück gewiesen wurde. Dabei gelang dem Pathologen MacDonald bereits 1987 der Spirochäten-Nachweis in fötalem Geweben, einem anderen Forscher sogar noch zwei Jahre früher. H. Horst widmet der kongenitalen Borreliose in seinem Buch Einheimische Zeckenborreliose ein ganzes Kapitel mit mehreren Abbildungen.

 

Mineralienmangel:

Borrelien greifen in den Vitamin B12-Stoffwechsel ein und nutzen Mangan, um das Immunsystem zu umgehen. Gibt man also seinem Körper viel Mangan, unterstützt man die Borrelien enorm. Besonders manganreiche Lebensmittel sind Schwarzer Tee, Weizenkeime, Haselnüsse, Haferflocken, Sojabohnen, Leinsamen, Heidelbeeren und Roggenvollkornbrot (aus Wikipedia).
Borrelien ernähren sich von Magnesium, man kann daher da einen Mangel haben.
Dafür können die Borrelien ohne Eisen leben, was ziemlich einmalig ist.
Weiterhin führt eine chronifizierte Borreliose-Bornaviruskombi öfters zu einem Mangel an L-Tryptophan und als Folge zu einer Serotonin-Unterversorgung mit allen möglichen Erscheinungsbildern aus dem Formenschatz depressiver Erkrankungen. Der Anstieg der Zykotine (vor allem TNF-alpha) hat einen Anstieg der NO-Produktion zur Folge – Stickstoffmonoxid ist eine Antagonist von Vitamin B12.
Sowohl ein Mangel an Vitamin B6, an Magnesium und zu viel Koffein hemmt die Serotonin-Synthese.

 

Genetische Faktoren - Genetisches Risiko

Neben dem Erreger Borrelia burdorferi und der spezifischen und unspezifischen Infektabwehr des Patienten spielen auch genetische Faktoren eine Rolle: Patienten mit ganz bestimmten HLA-Genen (HLAB-27, HLA DR3, HLA DR4) tragen ein fast 10 - 22 zigfaches erhöhtes Risiko einer therapieresistenten, chronischen Borrelieninfektion bzw. einer rheumatischen Arthritis. Mit modernen, molekularbiologischen Techniken lassen sich solche Patienten sicher erkennen, so dass eine besonders sorgsame und wirksame Behandlung bei einer Borrelieninfektion gewährleistet werden kann.

Die Umstände, die zu einer Chronifizierung führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass neben einer nicht sicher nachgewiesenen Erregerpersistenz vor allem eine durch die Infektion verursachte Fehlsteuerung des Immunsystems eine wesentliche Rolle spielt. Hierbei sind genetische Faktoren von Bedeutung.


 

Fazialisparese

Bei einer Fazialisparese (Gesichtslähmung)- Nervenschädigung, die entweder im Gehirn (zentral) oder außerhalb (peripher) liegt. Insbesondere bei Letztere sollte in erster Linie eine Borreliose abgeklärt werden.
 "Zur Virusätiologie der idiopathischen Fazialisparese : In einer prospektiven Studie wurden Serumpaare von 14 nach bestimmten Gesichtspunkten ausgesuchten Patienten mit einer idiopathischen Fazialisparese auf Antikörper gegen Varizella-zoster Virus (VZV), Herpes-simplex Virus (HSV), Zytomegalievirus (CMV) und Epstein-Barr Virus (EBV) untersucht. Die Antikörpertiterbestimmung erfolgte bei VZV, HSV und CMV mit Hilfe des hochsensitiven Enzymimmuntests (ELISA), bei EBV mit Hilfe der indirekten Immunfluoreszenz. Die Erstseren wurden innerhalb von 5 Tagen nach Auftreten der Fazialisparese entnommen und mit Zweitseren, die 4 Wochen später entnommen wurden, verglichen. Signifikante Titerschwankungen wurden nicht nachgewiesen. Nach unseren Untersuchungen scheint daher eine virale Genese der idiopathischen Fazialisparese im Rahmen einer exogenen Infektion oder der Aktivierung einer latenten Infektion unwahrscheinlich. "