Neue Testverfahren

https://www.arminlabs.com/de/services/tick-borne-diseases/lyme-borreliosis 

dazu Zitat aus http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/zecken

Nur der Erregernachweis ist krankheitsbeweisend!", betonte Dr. Armin Schwarzbach, Laborarzt aus Augsburg, bei der Jahrestagung der Deutschen Borreliose-Gesellschaft in Erfurt.

Jedoch ist die Erfolgsrate solcher Nachweisversuche eingeschränkt. Nach Angaben des Nationalen Referenzzentrums für Borrelien ist ein Erregernachweis aus der Haut bei Erythema migrans mit der Kultur oder Polymerasekettenreaktion (PCR) zu 50 bis 70 Prozent erfolgreich, ein Erregernachweis bei Neuroborreliose im Stadium II in der Kultur und mit PCR gelingt nur in zehn bis zwanzig Prozent der Fälle. Und bei Lyme-Arthritis kann man mit der PCR lediglich bei 50 bis 70 Prozent der Patienten aus dem Gelenkpunktat den Erreger nachweisen.Trotz dieser ernüchternden Daten werde derzeit nicht an einer Verbesserung der Teste gearbeitet, kritisierte Schwarzbach. Er und weitere Spezialisten beschreiben den ELISA-Suchtest, der die Gesamtmenge der im Blut vorliegenden Antikörper gegen Borrelia burgdorferi darstellen soll, als völlig ungeeignet.Denn die Ergebnisqualität sei durchweg schlecht: Die Inter-Assay-Varianz liege zwischen 34 und 59 Prozent, die Sensitivität irgendwo zwischen 18 und 66 Prozent. Schwarzbach: "Vertrauen Sie nicht dem ELISA. Schließen Sie bei negativem ELISA nicht die Borreliose aus!"

Er sprach sich dafür aus, nur noch den Immunoblot als Borrelien-Nachweis zuzulassen, da er mit etwa 95 Prozent hochspezifisch und auch etwas sensitiver sei. Allerdings lassen sich auch damit bei vier bis sechs von zehn Patienten, trotz akuter oder chronischer Infektion, auch keine Borrelien-Antikörper nachweisen.

Weiter lesen im o.g. Link oder direkt auf der Page von Labor von Dr. Schwarzbach:
Die Lyme-Borreliose wird aufgrund des Beschwerdebildes diagnostiziert, denn es gibt derzeit keinen Test, der definitiv eine Infektion mit den verantwortlichen Krankheitserregern bestätigen bzw. eine Aussage darüber erlauben würde, ob diese Infektion die Symptome eines Patienten verursacht und keine, die sie ausschliessen kann. Antikörper sind immer nur Beweise für eine Infektion, die es irgendwann mal gab. Darüber hinaus soll es 4 Millionen Forschungsprojekte darüber geben, was alles in einer Zecke drin sein kann. Das gesamte Krankheitsbild muss in Betracht gezogen werden, ebenso wie die Suche nach Begleitumständen und alternativen Diagnosen sowie nach anderen Ursachen für Teilbereiche der vorgebrachten Beschwerden.

Tickplex-Tests:

Die Tickplex-Tests sind eine neue Entwicklung von einem finnischen Startup. Im Laufe eines von der Europäischen Union geförderten Projektes wurde dabei ein neues Antigen entdeckt:

 TickPlex – Erster Immunoassay für persistierende Formen.

 Der TickPlex-Assay wird auf der Grundlage eines ELISA durchgeführt. Im Vergleich zu anderen ELISA-Assays enthält dieser Test jedoch ein neues Antigen für Persisterformen (round bodies) von Borrelien.
Der TickPlex ist ein akkreditierter Test und kann in verschiedenen Krankheitsstadien angewendet werden. TickPlex Plus ermöglicht die gleichzeitige Bestimmung von IgM- und IgG-Antikörpern
mehrerer bakterieller und viraler Erreger. TickPlex ist mit seiner hohen Sensivität von ca. 95% und einer Spezifität von ca. 98% den bislang vergleichbaren IFT-Testverfahren überlegen.
Das veröffentlichte Nature-Paper unterstreicht die Relevanz polymikrobieller Infektions-Testungen https://www.nature.com/articles/s41598-018-34393-9

 

• Tickplex Basic IgG/IgM (Borrelien)

• Tickplex Plus IgG/IgM (Borrelien, Bartonellen, Babesien, Ehrlichien, Coxsackieviren, EBV, Parvovirus, Mykoplasmen, Rickettsien)

Quelle: https://www.arminlabs.com/de/tests/tickplex

 

Diese Downloads enthalten detailliertere Informationen zur Zertifizierung der Tickplex tests:

 Tezted ISO 13485 Zertifikat
Tickplex Validations Prozess
EU-Konformitätserklärung des Tickplex Plus

 

Quelle: E. Schwarzbach, arminlab