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Neue Ursache für Hustenerkrankung aufgedeckt - EHV 5

Entsprechend Forschungsergebnissen in den USA scheint es einen neuen Verursacher für Lungenerkrankungen beim Pferd zu geben. Es handelt sich um ein bisher unterschätztes Herpes Virus. Nach derzeitiger Nomenklatur wird es als Equines Herpes Virus-5 (EHV-5) bezeichnet und ist eigentlich schon länger bekannt.

Es wurde bisher in seiner potentiellen Bösartigkeit unterschätzt und in Zusammenhang mit Hornhauterkrankungen des Auges gebracht.

Die Krankheitsverläufe können entsprechend den Ergebnissen von Forschern der Michigan State University schlimmer sein als bei RAO bzw. dem Krankheitsbild der Dämpfigkeit. Grundsätzlich sind die klinischen Krankheitssymptome vergleichbar, die Krankheit schreitet aber mit der Zeit voran, die Möglichkeiten zur Therapie sind problematischer und die Prognose entsprechend dem derzeitigen Stand der Dinge schlecht.

Die Krankheit die durch EHV-5 ausgelöst wird, bezeichnet man im Englischen als "equine multinodular pulmonary fibrosis". Das Krankheitsbild war bisher zwar bekannt, die Verbindung zu EHV-5 ist jedoch neu. EHV-5 ist vor allem bei jungen Pferden auch in Deutschland und der Schweiz nachgewiesen worden, in der Regel aber im Zusammenhang mit harmlosen Infektionen der oberen Atemwege.

EHV-5 und EHV-2 Erreger werden bei vielen Pferden ohne jegliche Krankheitssymptome in der Tränenflüssigkeit des Auges nachgewiesen. Im Blut findet man bei bis zu 93% der Pferde Antikörper gegen diese Herpesviren.

Trotz allem ist Aufregung nicht angebracht, da die Fallzahl schwerer Erkrankungen nicht besonders groß sein dürfte.

Quelle: http://equivetnews.blogspot.com/search/label/Husten

Die fibrotischen Lungenerkrankung ist eine Lungen-Infektion in Zusammenhang mit dem equinen Herpesvirus Typ 5 (EHV-5), ein Gamma-, das bislang noch nicht bei Pferden in dieser Verbindung bekannt war und hauptsächlich erwachsene Pferde befällt. Wenn eine fibrotische Lungenerkrankung diagnostiert wurde, war auch 100%ig das Virus EHV5 dabei lt. Untersuchungen in den USA.

Symptome:

EMPF verbunden mit schwerer Atemnot, gekennzeichnet durch Tachypnoe, Tachykardie, intermittierendes Fieber, Husten, Nasenausfluss, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Abmagerung und Lethargie.
Eine deutliche entzündliche Reaktion war oft bei den betroffenen Pferden vorhanden.
Zu den klinisch-pathologische Veränderungen gehören Anämie, Lymphopenie und Hypoxämie.

Umfassende weitere Beschreibungen und Behandlungsmethoden (es gab da nicht viele wirksame, auch keine erfolgreichen Virusstatika sei angemerkt) sind auf der US-Page zu finden: http://veterinarynews.dvm360.com/dvm/Veterinary+Equine/EMPF-A-newly-described-disease/ArticleStandard/Article/detail/559253

 

Eine Dissertation der FU-Berlin aus 2008

hatte zum Inhalt, ob EHV 5 in Deutschland verbreitet ist und ob es eine Verbindung mit EHV1 und EHV 4 gibt. Geprüft wurde auch ein Zusammenhang mit der kombinierten Influenza-Herpesimpfung Resequin Plus. http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000006150

Umfassenden Thread finden Sie im Forum.

akt. 8.4.10

Nasenausfluss, welche Farbe sagt und was:

Farbloser bis weißlicher Nasenausfluß geht fast immer (einstweilen) nur auf einen Virusinfekt zurück. Erst auf der durch die Viren geschädigten Schleimhaut nisten sich nach Tagen (!) dann Bakterien ein, die auf Antibiotika ansprechen würden.
Da die AB 'alles' an Bakterien bekämpfen, gilt das auch für die nützlichen Schleimhautbewohner in Darm und oberen Atemwegen...und manche von íhnen dann leider auch das Immunsystem bremsen... in dem Fall hat man Glück, wenn es denn Bakterien waren - in dem Fall sollten sie allerdings auch zumindest ein wenig helfen.

Sonst, wenn sich so langsam herauskristalisiert, dass hier wohl (ursprünglich) Viren der Bösewicht waren: Immunstimulans geben lassen, Zink zufüttern (das braucht der Körper bei Infektionen vermehrt), pflanzliche Immunstimulatien und das Pferd warm einpacken.
Schleimlöser zu geben ist in solchen Fällen immer gut, warm inhalieren mit etwas mildem, reizstillenden und immunstimulierenden kann zusätzlich helfen.

Kalte oder staubige Luft ist weniger ideal für die meisten Viren - die vermehren sich dann besser. In sofern ist das mit dem Spazierengehen so eine Sache: bei Sonnenschein ist es sicher gut, sonst dem Pferd evt. etwas über die Nüstern hängen (warmes Tuch in den Nasenriemen des Halfters binden: dann ist die Einatmungsluft schon mal gut vorgewärmt...

Wenn der Nasenausfluß 'farbig', z.B. gelblich wird: das sind dann praktisch immer Bakterien - dann sind AB angesagt!

Quelle: Dr. Bielenberg vom Reiterevue-forum.de

 

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