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Headshaking

23.10.04: Lisa Jadwin berichtet, dass der Prozess analog der Gürtelrose des Menschen abläuft! Dazu ein ein verblüffender Vergleich von mir zwischen dem EHV und dem menschlichen Herpes Zoster-Virus:

(die Beschreibung der menschlichen Zosterneuralgie wurde folgenden Quellen entnommen: : http://www.brennschmerzen.de/zosterneuralgie/, http://www.schmerzpraxis.de/zoster.htm )

Es gibt überraschend viele Übereinstimmungen des menschlichen Herpes-Varizellen-Virus für die Auslösung einer Gürtelrose und danach chronisch zur Herpes/Zoster-Neuralgie und zum virenbedingten Headshaking des Pferdes

- beide Virustypen können schlummern, um bei Reinfektion aktiviert zu werden, hier der deutliche Hinweis auf das Prinzip der Möglichkeit der Reinfektion und Aktivierung von bereits persistierenden Viren - wie bei EHV-Impfung beim Pferd - schlummernde Viren werden aktiviert!

Neue Erkenntnisse brachte mir diese Tage die Mail eine Heilprakterin und Pferdebesitzerin, die mir aufgrund den Erfahrungen der erfolgreichen Behandlung mit der menschlichen Variante des Herpesvirus und bei ihrer Tocher des Herpes-Zoster-Virus Unterstützung anbot. Da konnte ich erkennen, dass sich die menschlichen Symptome ohne weiteres auf die Symptome übertragen lassen, mit denen wir beim Pferd kämpfen. Insbesondere war es der Herpes-Zoster, der mir Klarheit gab, dass es vermutlich diese Variante der Trigenenimus-Neuralgie ist, mit dem wir zu tun haben, die Zoster-Neuralgie oder Herpes-Neuralgie. Die ganze Zeit über fand ich die Theorie auf der Bingold-Page, auf der update-HS-Seite, am meisten mit dem übereinstimmend, was ich bei den unzähligen Erfahrungsberichten auf meiner Page und den Foren in Bezug auf die Herpes-Impfschäden an Infos herausziehen konnte. Daher habe ich auch wie Dr. Bingold nicht daran geglaubt, dass HS aufgrund von Allergien als auslösende Ursache erscheint, Ausnahmen natürlich immer ausgenommen.

Nachdem ich mich also in die Zoster/Herpes-Neuralgie beim Menschen reingekniet habe, wurde mir klar, dass das bei meinem Herpespferd total hinkommt. Da wir in dem anderen Thread ja festgestellt haben, dass die Symptome meines Pferdes übereinstimmen mit den Symptomen der anderen, paßt es also auch auf diese und läuft konform mit den immer häufiger auftretenden oder vielleicht besser gesagt, immer öfters erkannten Folgeschäden nach einer Herpesimpfung und immer mehr positiv getestete Herpesträger.

Anmerkung vom 20.1.06: Es sind auch immer mehr positiv getestete Borna- und Borreliosepferde darunter.

Schon nach der vor ca. 3 Wochen ausgestrahlten Sendung des WDR
http://www.wdr.de/tv/rundumgesund/sendungen_2005/20050418/windpocken.jhtml wurde mir klar, dass der EHV sich genauso verhält wie der Windpockenvirus (Herpes Zoster), dieser ist ja auch ein Herpesvirus. Und der Windpockenvirus löst bei Reinfektion die Gürtelrose aus, die wiederum zur Herpesneuralgie übergeht. Die Herpes/Zosterneuralgie verhält sich ähnlich wie die Tregenimus-Neuralgie und wird oft damit verwechselt!

Zoster/Herpes-Neuralgie:

Als Zosterneuralgie, besser als postzosterische Neuralgie benannt, werden Nervenschmerzen bezeichnet, die nach dem Abheilen einer Gürtelrose verbleiben. Die Zosterneuralgie wird ausgelöst durch eine endogene Reinfektion mit dem Varicella-Zoster-Virus. Wenn die Infektion abklingt, gehen die Erreger in Nervenknoten auf Tauchstation. Zumeist nisten sich die Erreger in den Knoten (Ganglien) von Nerven der Wirbelsäule oder der Hirnnerven ein. Hier können sie u.U. jahrelang schlafen, ohne irgendwelche Krankheitserscheinungen auszulösen. Bei dem Zosterherpes-Virus handelt sich um eine Reaktivierung bereits vorhandener Viren. Es liegt also keine Neu- oder Zweitinfektion vor. Der Erreger ist der Herpes-Varizellen-Virus. Als Tröpfcheninfektion führt der Erstkontakt vorwiegend bei Kindern zu den bekannten Windpocken, an sich eine harmlose Kinderkrankheit. Nach dieser Erkrankung wandert das Virus entlang den Nervenfasern zu den Spinalganglien (= Ansammlungen von Nervenzellen in der Nähe des Rückenmarks) und kann dort Jahrzehnte überleben, ohne daß Krankheitszeichen vorhanden sind. Kommt es aber zu einer Schwächung des Immunsystems, wird das Virus reaktiviert und erreicht über sensible Nervenbahnen die Haut und es entsteht der Gürtelrose. Auch Stress oder seelische Belastungen können für die Virusreaktivierung verantwortlich sein. An der Gürtelrose erkranken meist ältere Personen über 50 Jahre, die Inzidenz (= Anzahl neuer Erkrankungsfälle) beträgt etwa 4-5 pro 1000 Einwohner. Zehn Prozent aller Patienten mit Gürtelrose entwickeln eine Neuralgie (Loeser 1986). Die Inzidenz (= Anzahl neuer Erkrankungsfälle) an postzosterischer Neuralgie beträgt 20-60 Prozent bei den über 60jährigen (Struppler 198.

Anmerkung: So weit deckt sich diese Beschreibung auch mit dem Verhalten des EHV1/4. Auch auf der Update-HS-Page von Dr. Bingold steht zu lesen, dass überwiegend Pferde nach dem 6. Lebensjahr erkranken, Ausnahmen bestätigen die Regel. Interessant wäre, ob bei den Pferden auch die beim menschen genannten Prozentzahlen gelten, also 10 % der an Herpes erkrankten Pferde oder 4-5 pro 1000 Pferde der geamten Population, da ja genauso wie beim Menschen auch 80 - 90 % aller Pferde den Virus in sich tragen, oft unbemerkt und nur zu bemerken, wenn das Immunsystem unten ist.

Hier kommt auch die Stresstheorie zum Tragen: Stress weckt die schlafenden Viren wieder auf, ebenso wie ein schlechtes Immunssystem, was auch wiederum Allergien begünstigt und auch eine schlechte Ernährung wie eine nicht gut funktionierende Darmflora begünstigt das Aufwachen. Wenn die menschlichenViren aus den Nervenknoten wieder auftauchen, bilden sich in jenem Hautareal, das von diesem Nerv versorgt wird, Gruppen kleiner, mit Flüssigkeit gefüllter Bläschen. (Bitte denkt bei unseren Pferden an die Bläschen am Kehlkopf, die immer beim latenten herpesträger auftreten, wenn er wieder einen Schub bekommt!)

weiter bei Zosterneuralgie:

In den meisten Fällen bessern sich die Schmerzen binnen drei Monaten. Doch bei einem Teil der Patienten bleiben sie länger als sechs Monate bestehen und werden chronisch. Dann sprechen die Experten von einer „postherpetischen Zosterneuralgie“, also von einer Neuralgie, die auch noch dann besteht, wenn die akute Infektion schon längst abgeheilt ist. Um eine chronische Zosterneuralgie zu vermeiden, muss eine akute Herpesinfektion umgehend mit so genannten Virustatika, Medikamenten gegen Herpesviren, behandelt werden. Diese verhindern, dass die Viren sich weiter ausbreiten. Diese Therapie verkürzt die Behandlungsdauer und kann ein postzosterisches Schmerzsyndrom verhindern oder einschränken. In den ersten Tagen nach nach Beginn der Erkrankung ist eine virustatische Therapie( = Die Vermehrung eines Virus hemmend)angezeigt, insbesondere, wenn der Zoster den ersten Ast des N. trigeminus befällt. Eine später einsetzende virustatische Therapie verspricht keinen Erfolg mehr.

Anmerkung: auf Pferde übertragen, dürfte damit gelten: Bei Neuauftreten eines HS wäre es durchaus sinnvoll, einen Herpes- Borna- und Borreliosetiter machen zu lassen und im Falle eines positiven Bescheides die Ausleitung des/der Viren und eine diesbezügliche Behandlung beginnen!!!

Aber weiter im Bericht:

Zur Linderung der Dauerschmerzen verordnet man Amitryptilin (z.B.: Saroten®), ein Antidepressivum, in langsam steigender Dosierung. Carbamazepin (z.B.: Tegretal®) hingegen ist besonders bei Schmerzen mit einschießender Komponente wirksam.

Anmerkung von mir: TAs kennen meistens als einzige wirksame Medizin nur Carbamazepine. Da viele Pferdebesitzer wegen der Nebenwirkungen keine Carbamazepine wollen, wurde im HS-Forum nach anderen, homöopathischen Wegen gesucht und vielleicht auch gefunden: Heel Cerebrum, Colocynthis und eine weiterführende homöopathische Behandlung.

weiter:

Der Schmerzcharakter bei der Neuralgie nach Gürtelrose wird von den Patienten uneinheitlich beschrieben: anhaltend tief drückend oder brennend, blitzartig einschießend, stechend und brennend. Teilweise liegt auch eine Allodynie (= Schmerzauslösung durch an sich nicht schmerzhafte Reize, z.B. Kleidung) vor.

Beim Pferd wären dieses all die aufgeführten Reize, die einem gesunden nicht das geringste ausmachen wie Sonne, Licht, Wind, Regen, Schnee, Staub etc. Und es wäre gut, wenn wirklich alle wüßten, das das Headshaking ihrer Pferde nicht nur eine üble Angewohnheit, sondern Ausdruck sehr großer Schmerzen ist.

Dieses ist nur meine persönliche Gegenüberstellung von Fakten aus der Humanmedizin mit den Erfahrungsberichten aus der Pferdewelt. Eine Stellungnahme professioneller Leute wäre interessant.

Als Ergänzung der Virentherapie wird bisweilen die Gabe von Vitaminen, insbesondere von Vitamin B Präparaten angeboten. Vitamin B1, B6 und B12 haben jedoch keine pharmakologisch objektivierbare Wirkung bei der Therapie des Herpes Zoster (Pferd EHV4) gezeigt. Bei schweren Zosterverlaufsformen steht immer wieder die Frage nach einer Anwendung von Kortison zur Diskussion. Während der Anfangsphase der Erkrankung ist es im allgemeinen nicht angezeigt Kortison einzusetzen. Die Frage, ob eine frühzeitige Kortisontherapie die Entstehung der Nervenschmerzen verhindern kann, wurde in mehrfachen, großangelegten Studien überprüft. Die Ergebnisse sind nicht einheitlich, und die meisten Zahlen sprechen dafür, daß Kortison in dieser Hinsicht nicht wirksam sind.

(http://www.derma.de/ und herpes_zoster.html)

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aktualisiert 4.6.06 - CMS

 

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