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Headshaking

 

alle Erfahrungsberichte Betroffener von dieser Page finden Sie im angeschlossenen Forum.

einzelne ältere Erfahrungsberichte aus anderen Foren sind hier festgehalten:

Hier nun mal ein Dokument von der alten Sicherungs-CD, wo es ursächlich darum ging, heraus zu finden, warum plötzlich man kann schon sagen, fast schlagartig so viele Pferde mit dem Headshaking begonnen hatten. Ich stell das hier nicht wegen der Symptome der Headshaker sein, sondern möchte auf die Studien der verschiedenen Unis verweisen. Diese Studien bzw. deren Links waren irgendwann nach 2006 fast alle weg. Von den unten angegebenen Links sind aber immerhin noch 3 online (außer den Reiterforen), was mich doch verwundert hat, nicht alle haben also danach mit der großen Löschaktion begonnen, man sieht daran, wer unabhängig war und die Seiten online gelassen haben: z.B. die hier http://www.innovations-report.de//html/berichte/biowissenschaften-chemie/bericht-4178.html und das Ärzteblatt.
Kopie:

[b]Borna-Diesease-Virus[/b]
[b]Virusbeschreibung | Symptome | Behandlung | Berichte von Betroffenen [/b]
Auffallend ist, dass sich bei den neuen Erfahrungsberichten auf den speziellen Foren herausstellte, dass ein Großteil der von Betroffenen beschriebenen Symptome des Herpesvirus EHV4 auch beim Bornavirus vorkommen, oder sie müssen nur dem Bornavirus zugeordnet werden. Das ist insbesondere schwierig, da zwar immer mehr Pferde durch die verstärkte Aufklärung auf EHV getestet werden, aber noch nicht auf Bornaviren. Insbesondere sind dieses ZNS-Schädigungen bzw. ataxieähnlichen Symptomen und Rückenprobleme. Auch bei den Atemwegsekrankungen gibt da einige Parallelen. Interessant ist die Tatsache, dass die positiven EHV4-Pferde, die mit Headshaking anfingen, beim neuen Bornatest im RKI Berlin (nicht der alte PCR-Test), Antikörper mit und ohne Antigene gegen den Bornavirus aufwiesen bzw. positiv waren. Die Vermutung lag also nahe, das es da irgendwo einen gemeinsamen Nenner geben könnte.


Inzwischen sieht es nach Erfahrungsaustäuschen untereinander so aus, als ob diese beiden Viren, also Bornavirus und Herpesviren, in vielen Fällen gemeinsam agieren, nicht nur beim Pferd. Man vermutet (nach Auswertung verschiedenen u.a. Quellen) eine Durchseuchung von ca. 40 - 80 % unseres Pferdebestandes, je nach Gegend, von denen 15- 20 % erkranken. Allgemein wird angenommen, dass 10 % unseres Pferdebestandes akut betroffen ist. Der Virus ist uralt, nur werden jetzt die Testmethoden immer besser. Nach neuesten Erkenntnissen führender Bornaforscher in Deutschland treten bei den getesteten Pferden häufig EHV4 und Borna gleichzeitig auf. Dieses wird auch durch die oben genannten Berichte von Betroffenen in letzter Zeit bestätigt. Interessant ist auch die Tatsache, dass diese Betroffenen sehr oft berichten, dass eine Influenza- oder Herpesimpfung vor dem Ausbruch akuter Symptome beispielsweise des HS mit im Spiel war. Durch verschiedene Erfahrungsberichte kommen wir zu der Vermutung, dass - wenn ein virenbedingter Auslöser vermutet wird - hier an erster Stelle der Bornavirus für das HS verantwortlich sein könnte, oft im Zusammenhang mit dem EHV, evtl. auch mit der Lyme-Borreliose und im Zusammenhang mit einem überforderten Immunsystem beispielsweise nach Impfungen oder Stress wie z.B. zusätzlichen Wurmkuren..

[b]Virusbeschreibung[/b]
Bornavirus (vollständiger Name: Borna Disease Virus; BDV) ist ein einzigartiges RNA-Virus, das Gehirn und Blut vieler Nutz-/Haustiere und von Menschen infiziert. Die Infektion stört bestimmte Zellfunktionen, führt jedoch nicht zur Schädigung der Zellstruktur.
[b]Der Borna-Virus befällt auch Menschen.[/b] Er befällt nicht spezifisch nur Tiere, sondern alle Säugetiere, wozu in diesem Sinne auch die Spezies Mensch gehört. So zeigte sich bereits, dass auch 30 Prozent einer Gruppe gesunder Menschen mit dem Virus infiziert waren. http://www.psychiatrie-aktuell.de/news/detail_fachforum.jhtml?itemname=news_308) und http://www.biokular.de/1999_4/Borna.html

Als Infektionswege werden die horizontale Übertragung via individueller Direktkontakte, z.B. mit Nasensekret, Speichel, aber auch die vertikale Transmission diskutiert, jedoch sind natürliche Infektketten bisher ungeklärt. Andere Meinungen sind die, dass Borna auch über den Boden übertragen werden. Die Übertragung über den Boden schließt leider auch Futter u.U. mit ein, wenn man Heu oder Stroh kauft, was beim Schafstall gelagert war bzw. auf Flächen gewachsen ist, wo manchmal Schafe draufstehen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass ein großer Teil über den Urin von Ratten und Mäusen im Stall und auf der Weide übertragen wird. Es gab hier eindeutige Versuche in dieser Richtung. Auch Katzen werden als Übertrager diskutiert.
Nicht bei jedem Individium bricht Bornavirus auch aus. Eine Betroffene berichtet, dass ihr TA gesagt hat, dass Bornavirus nur ausbricht, wenn das Pferd Virusträger ist, und das Immunsystem geschwächt ist z.B. durch Stress. Damals wurden noch 4 andere Pferde in derem Stall getestet, u. alle waren positiv. Aber nur bei ihrem Pferd war die Krankheit auch ausgebrochen.

Federführend in der Borna-Forschung ist das Robert-Koch-Institut in Berlin mit Fr. Dr. Bode. Es gibt im Netz eine Habilschrift von Frau Dr. Liv Bode aus dem erwähnten Institut in Berlin. Da steht unheimlich viel drin. http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-4178.html und
http://library.vetmed.fu-berlin.de/hochschulschriften/2002/250.html,bibnav=1 und http://library.vetmed.fu-berlin.de/hochschulschriften/2002/250.html. Einer der besten Texte ist die Habilitation von Frau Bode. Man kann sie hier herunterladen als PDF: http://www.diss.fu-berlin.de/2002/250/bode_habil.pdf sowie FAQs v. 9.11.04 zum Bornavirus von Fr. Dr. Bode v. Robert-Koch-Institut

[b]Und dazu aus einem Bericht der Uni Giessen:[/b]
Das Virus vermehrt sich ausschließlich in Nervenzellen und breitet sich über deren Fortsätze im gesamten Nervensystem aus. Die Krankheit, die auf einer lang anhaltenden Entzündung von Gehirn und Rückenmark beruht, entsteht durch eine immunologische Reaktion, die durch das Virus ausgelöst wird. Wochen bis Monate nach der Infektion verfallen die Tiere in Erregungs- oder Depressionszustände, später kann besonders bei Pferden eine allgemeine, zum Tode führende Lähmung entstehen. Das Virus scheint in zahlreichen Varianten zu existieren, die in Versuchstieren anstelle der Verhaltensstörungen auch einen völlig symptomlosen Verlauf oder anhaltende Fettsucht und Fruchtbarkeitsstörungen auslösen können. http://idw-online.de/pages/de/news4554

[b]Die Uni Leipzig [/b]studierte den Virus an Ratten und Mäusen. Infektionen mit dem Borna-Virus (Borna Disease Virus, BDV) stehen bei vielen Säugetierarten in kausalem Zusammenhang mit einer Reihe pathologischer Veränderungen des Gehirns und der Retina. http://www.uni-leipzig.de/~vetana/subjects.html
Vielleicht liegt hier der Schlüssel dazu, dass es eine Verbindung von Bornavirus und den Augenverven bei Headshaking gibt und das die Sonne bzw. das Licht ab Beginn des Frühjahrs eine so große Rolle als Auslöser spielt?

[b]Auch die Uni Düsseldorf [/b]kommt zu ähnlichen Aussagen: Das Borna Virus (Borna Disease Virus, BDV) ist ein neu klassifiziertes neurotropes RNA-Einzelstrangvirus, das bei Säugetieren - und wahrscheinlich auch beim Menschen - persistierende Infektionen des Zentralnervensystems (ZNS) einschließlich der Retina verursacht. Die Infektion kann unterschiedliche neurologische Krankheiten auslösen, die durch Lern-, Gedächtnis- und Bewegungsstörungen, Verhaltensänderungen, psychiatrische Krankheiten, Lähmungen, Demenz und Blindheit gekennzeichnet sein können. Uneinheitlichkeit und Komplexität der Borna-Krankheit (BD) scheinen überwiegend von der Immunantwort des Wirts abzuhängen, da das BDV selbst sich durch bemerkenswerte genomische Stabilität auszeichnet. Die am längsten bekannten natürlichen Wirte des BDV sind Pferd und Schaf, bei denen es schwere Polioenzephalomyelitiden verursacht. http://diss.ub.uni-duesseldorf.de/ebib/diss/show?dissid=792

Bornaviren sind kugelrund, 90 nm groß und befallen die Nervenzellen von Haustieren. Tritt die Infektion auf, werden die Tiere apathisch. Dabei sind die Viren nicht direkt zellschädigend. Aber es kommt zu einer Art „allergischen“ Reaktion, die die Nervenzellen „lahmlegen“. Zum Glück ist diese Störung der Nervenzellen vollkommen rückgängig, sobald der Virus eliminiert ist. Borna-Viren befallen im Gehirn vor allem das limbische System, welches die Gefühle und das Verhalten steuert. Es wird vermutet, dass der Virus mit dem Botenstoff Glutamat um die Andockstellen an den Nervenzellen konkurriert, dass es sich also um eine kompetitive Hemmung handelt. Es ist unklar, ob eine Übertragung der Viren von Tier auf Mensch möglich ist. Es ist auch nicht geklärt, auf welchem Weg Menschen sich überhaupt anstecken können. Sehr unwahrscheinlich ist die Aufnahme durch Fleischverzehr. http://www.biokular.de/1999_4/Borna.html

Und vorab zur Beruhigung: Borna ist inzwischen mit einem neuen Testverfahren gut nachzuweisen und es kann gut behandelt werden.

Da die Symptome lt. Erfahrungsberichten von erkrankten Besitzern positiver Pferde oftmals gleich oder ähnlich sind, habe ich jetzt mal hier im humanen Teil die beschriebenen Symptome der Besitzer bei ihren Pferden mit reinkopiert - nur mal so zum Vergleich zum humanen Teil, ist doch mal interessant.


[b]Erfahrungberichte Betroffener:[/b]
Gesammelte Infos aus den Foren http://www.reitforum.de , Box Borna, und pferd-aktuell.de:

Ist schon richtig das Borna und Headshaking in Zusammenhang stehen kann. Sehr ausführliche Infos gibt Dr. L. Bode vom Robert Koch Institut in Berlin. Fr. Dr. Bode vom Robert-Koch Institut (030/45472451).Habe/hatte ein Borna positiven Headshaker,der nach der Behandlung deutlich weiniger shakt.Auch das Borna Virus ist nicht mehr nachweisbar.Diese Behandlung hat bei meinem hoch positven Pferd allerdings 9 Monate gedauert und war sehr kostenintensiv! Weitere Tipps auf folgenden Forumsbeiträge:

02.11.2003:
Ich glaube, irgendwann muß man tatsächlich alles an Infos zusammentragen, nur so wird man zu einer Lösung gelangen. Und es ist möglich, ganz bestimmt. Es muß so sein. Meine Frage, von wie vielen Pferden weißt du, die HS haben und zuvor mit Husten oder Nasenausfluß Probleme hatten? Eventuell sogar eine Resequin oder ähnliche Impfung in einen akuten oder chronischen husten hinein bekommen haben?? Es wäre für mich sehr wichtig zu wissen. Ich glaube nämlich, daß es da Parallelen gibt. Denn ich höre immer öfter von Pferden, die Jahre vor dem HS Husten hatten. Das kann doch kein Zufall sein. Ich bin Biologin und mein Pferd shaked im Winter. Es hatte Jahre zuvor auch eine Hustenproblematik. jetzt vermute ich, daß er sowas wie volle Nasennebenhöhlen hat. Wir konnten staphylococcus aureus aus der Nase isolieren. Wo Cortison keine Wirkung zeigt , ist es auch keine Allergie. jede allergische Reaktion reagiert auf Cortison.

15.13.2003:
Ich bin selber Biologin und war jetzt seit über einem Jahr auf der suche nach dem Erreger des Headshaking, zumindest natürlich in unserem Fall. Letztes Jahr habe ich schon die Serologie dieses bestimmten Virus checken lassen. Er ist schwer nachweisbar und war damals negativ. Meine Beobachtung ist schon die, daß immungeschwächte Pferde, Pferde, die in irgendeiner Form heftigem Streß ausgesetzt waren sich sehr viel leichter infizieren. Es handelt sich leider Gottes um das sog. Bornavirus. vor 100 Jahren bekannt als Seuche. Damals gab es ganze Epidemien. Heut weiß man etwas mehr darüber und kann sagen, daß sich " Borna" eigentlich verhält wie ein persistiernedes menschl. Herpesvirus.
Er will das Pferd nicht kaputt machen, die Immunantwort des Pferdes jedoch führt letztendlich zu Problemen im Bereich der Nervenzellsignalübertragung. Borna ziemlich konserviert durch alle möglichen Spezies hindurch. Als Infektionsquelle kommen wohl als ehestes Nager, sprich Ratten oder so in Frage. Auch Schafe oder Ziegen können als Reservoir dienen. Stand dein Pferd in Nähe von Schafen? Oder an einem Bachlauf an dem Ratten vorkamen?? Borna scheint mir einer der Hauptgründe für ein Headshakingsyndrom zu sein. Natürlich nicht nur.

Jeder der ein solches Pferd besitzt muß dringend Citratblut nach Berlin schicken. Das Robert-Koch-Institut dort forscht an Borna und untersucht das eingeschickte Blut sogar kostenlos. Es gibt sogar eine Therapie, die bei 8 von 10 Pferden gut anschlägt. man behandelt mit Amantadinsulfat. Meiner bekommt das jetzt seit 1 Woche. Nach 2 Wochen soll man , wenn es anspricht bei den meisten Fällen bereits ein Besserung feststellen. Dazu kann ich noch nichts sagen.
[b]Was auch wichtig ist: Hochspannungsmasten, Umspannstationen verschlechtern meiner Meinung nach ganz erheblich die Symptomatik. Ich hatte meinen Friesen jetzt 2 Wochen auf einem anderen Hof. Da gab es kaum Probleme. Ich konnte sogar reiten. Ganz normal. Wieder auf dem jetztigen Hof ging es nach nicht mal einer Stunde wieder los.[/b] Also solche Sachen muß man auch ausprobieren. Einiges kann man sicherlich berücksichtigen.

Eigentlich sollte man das ziemlich publik machen.Es ist immerhin eine Möglichkeit, die bei einem Headshaker ausgetestet werden sollte. Selbst wenn der Befund negativ ist, sollte man den Leuten sagen und zeigen wie eine Bornainfektion aussehen kann. Ich könnte mich so in den ...beißen, nachdem ich mich jetzt im Internet informiert habe und auch ein Video von einem infizierten Schaf angeguckt habe, kurzum als ich gesehen habe, wie sich Borna äußert, da wußte ich das es tatsächlich so ist. Hätte ich mich letztes Jahr informiert, wäre egal gewesen, ob der Titer negativ ist. Verstehst du was ich meine??
Mein Pferd litt auch unter dem Bornavirus(2002).Headshaking,Koliken,teilweise aggressives Verhalten...Er wurde 9 Monate!! mit Amantadin behandelt.Heute ist das Virus nicht mehr nachweisbar und es geht ihm, bis auf leichtes Headshaking,sehr gut!Die Blutproben gingen immer nach Berlin zu Fr. Dr. Bode.

09.09.2004
Also war vermutlich 1993 die Forschung einfach noch nicht so weit und/ oder bei dem Fall, den ich miterlebt hab war einfach die Diagnose viel zu spät.
Die Übertragung über den Boden schließt leider auch Futter u.U. mit ein, wenn man Heu oder Stroh kauft, was beim Schafstall gelagert war bzw. auf Flächen gewachsen ist, wo manchmal Schafe draustehen.

12.09. 2004
man kann erst seit einiger Zeit Borna am lebenden Tier nachweisen, deshalb bin ich über die Diagnose von 1993 etwas irritiert. Ja, mein Pferd ist Borna-infiziert (wie übrigens 60-80% aller Pferdebestände), aber nicht aktiv erkrankt. Das mit den Schafen habe ich auch schon mehrfach gehört, aber lasst euch davon nicht erschrecken, der tatsächliche Übertragungsweg ist nicht wirklich klar. Und achtet darauf, dass ihr nur aktuelle Berichte lest, es gibt hier viele veraltete und FALSCHE Informationen!!! Es gibt inzwischen außer der Amantadin-Behandlung eine Alternative, die eine Freundin von mir derzeit bei ihrem aktiv erkrankten Pferd anwendet und deutliche Verbesserungen im Blutbild zur Folge hat.
mir hat vor etlichen Jahren mal ein TA erzählt, dass in Bayern wahrscheinlich bis zu 80% der Bestände durchseucht sind. Damals schwieg man über das Thema allerdings noch geflissentlich. Ich kenne einen Stall, der vor ca. 3 Jahren mehrere Fälle hatte. Interessanterweise hatten alle erkrankten Pferde im Vorfeld langwierige Probleme mit den Atemwegen. Die Pferde sind so viel ich weiß alle wieder gesund geworden. Die Hysterie, die manche Leute bei dem Wort Borna befällt ist heutzutage m.E. überflüssig.

19.09.2004
Also ich habe vom TA so ein Infoblatt bekommen, dass ich regelmässig kontrollieren soll, da stehen Wesensveränderungen, Abnehmen (weil sie beim Fressen vergessen, was sie tun), Stolpern etc drauf... Dauerrossen nicht. Bzgl Ansteckung keine Sorge, dass ist irgendwie nicht 100% klar und außerdem sind ja sowiese bis zu 80% infiziert, ohne das was passiert. Wenn du ganz sicher gehen willst, lass den beiden Blut abnehmen, kostet so um die 10¿ und der Test ist kostenlos. Weiß nur nicht, ob das bei fremden Pferden zulässig ist. Bitte verfall nicht in Panik, lass einfach testen

19.09.2004
Bei uns im Stall hat ein TA eine Studie aufgestellt, das Borna eben nicht nur typisch sondern auch A-typich auftreten kann. Aufgrund dieser Studie wurde in unserem Stall der gesamte Pferdebestand - allerdings nicht auf unsere Kosten :-) - auf Borna gestestet, es waren ziemlich viele Pferde positiv...meiner gottseidank nicht. Ein Pferd hatte schon etwas typischere Anzeichen, kopfschlagen u.s.w., er wurde allerdings behandelt und heute geht es ihm auch wieder gut. Ich bin mittlerweile nicht mehr in dem Stall, allerdings nicht wegen Borne. Nur andere, die auch den Stall verlassen wollten, kamen woanders nicht unter, da unser ganzer Stall als Borna Stall verrufen war, eben wg. schlechter Aufklärung und mangelndem Wissen... Aber es ist wohl richtig, das dieses Problem vermehrt in Bayern auftritt. Ich hatte mein Pferd noch nicht lange vorher aus dem Norden gekauft, vielleicht hatte er deswegen noch nichts. Aber Panik ist wirklich nicht angebracht, mittlerweile gibt es wirklich schon sehr gute Behandlungsmöglichkeiten.

6.2.2005

Anmerkung: Wer jetzt kommt, insbesondere aus den Wissenschaftsbereichen oder Vet-Unis und behauptet, er habe von allem nichts gewußt und das Bornavirus bei Menschen sei noch nie vorgekommen, macht sich im höchsten Grade lächerlich!

Im Forum www.koppel.de wurde in der Headshaking-Box geschildert, dass ein behandelnder TA aufgrund des positiven Herpesbefundes von EHV4 die TiHo Hannover anrief, die eine Behandlung mit Zovirax-Tabletten bzw. Virzin 800 mg ( in einer Packung waren 35 Stück.)und Baypamun (alle 48 Std.) empfahl. Hannover empfiehlt Zovirax, Virzin ist einfach nur billiger, ist aber das gleiche drin, gibt es ja oft bei Humanpräperaten, eine Packung kostete glaube ich um die 30 €, bin mir nicht ganz sicher. Er bekam beim ersten Mal 4 Packungen N3 Virzin 800 mg, täglich 6 Tabletten, also morgens 3 und mittags 3, das ganze wird auf das Körpergewicht geerchnet, wir rechneten bei Djego mit 450 kg. Dann bekam er beim ersten Mal noch nach ca. 10 Tagen Baypamune 4* im Abstand von 48 Stunden. Beim zweiten Mal jetzt im Februar machten wir keinen Test mehr, er bekam auch diesmal nur 3 Packungen und kein Baypamune, trotzdem hat er aufgehört mit Shaken.Ach ja, vielleicht noch ganz interressant: Djego ist weiterhin Herpes (Duvaxyn) und Influenza geimpft, die letzte Impfung machten wir im November bevor wir mit den Tabletten anfingen, hatte bei ihm gar keinen Einfluß aufs Shaken.
Noch was: Virzin ist ein Humanprädikat, für Pferde gibt es nichts vergleichbares, ist natürlcih verschreibungspflichtig und leider recht teuer, eine Packung kostet ca. 35€ ( das Zovirax wären über 50 € gewesen...). Als Globuli bekommt er einmal pro Woche Calcium carbonium C30 5 Stück und am Tag drauf Hyperikum C30 5 Stück. Das bekommt er jetzt 4-5 Wochen und dann machen die eine Pause.
Zusätzlich zu dem virzin bekam mein Pferd auch noch Schüßler-Salze Nr. 1, 10 Tabletten am Tag, die sind eigentlich für die Hufe, weiß aber nicht ob sie auch einen Einfluß darauf hatten, deshalb gebe ich es mal weiter...
19.5.05: Nachtrag: Nach weiteren laufenden Berichten funktioniert das aber ziemlich gut als Massnahme gegen das HS bei diesem Pferd. Allerdings hat sich inzwischen herausgestellt, dass es nur 2-3 Monate anhält mit der Wirkung. Nach abermaliger Gabe war das Headshaking aber sehr schnell wieder weg, obwohl dieses Pferd schon so stark geschädigt war, dass es sogar in der Box shakte.

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"Ich möchte Ihnen auch nicht die frustrierte Meinung einer Besitzerin eines HS-Pferdes aus dem yahoo-HS-Forum Deutschland vorenthalten, deren Ausführungen durchaus viele Besitzer von HS-Pferden bestätigen können:
"Ausprobiert habe ich natürlich schon vorher eine Menge! Falls Du irgendwas spezielles Testen willst, kannst Du sicher sein, daß es schon zig HS Besitzer vor Dir ausgetestet haben. Ich kann zB mit folgendem dienen (habe bestimmt noch was vergessen):


Alleosal IM
Akupunktur
Einrenken
Homöopathischer Ansatz
Anästhesie des Nüsternbereichs
Antihistaminika gespritzt
Stallwechsel
Bioresonanz und daraus resultierende Behandlung
Entfernen elektrischer Einflüsse bzw Erdung des Pferdes
diverse Netze und Bommel, wobei ein Netzt tatsächlich bis zu einem Punkt X hilft zuletzt jetzt Phytotherapie, also Adaptogene.

Wirkung konnte ich leider nicht so wirklich testen, da mein Pferd sich wie gesagt schwer verletzt hat und noch Wochen im Stall stehen muß" Ende Zitat

aus dem FN-Forum:
" mein pferd hat seit einem jahr das headshakingsyndrom ursache ist noch nicht rausgefunden worden impfschaden kann nicht ausgeschlossen werden.
naja, auf jedenfall hatte ich dadurch ein recht intressantes gespräch mit dem robert-kochinstitut: fakt ist, das man noch nichteinmal 100%ig sagen kann, ob pferde nach dieser impfung überhaupt antikörper aufbauen, dazu müßte man vor und nach jeder impfung ein blutbild machen lassen. leider werden medikamente für tiere nicht so überprüft wie beim menschen und viele sachen dienen einfach nur der geldmacherei.

aus dem Monat April 05 aus www.koppel.de, Headshaking Box - sehr aktiver Meinungsaustausch

Mein Kleiner steht seit gestern in Telgte! Wusste nicht mehr ein noch aus! Seit seiner ersten Herpesimpfung!!!!!! (zwei Wochen später) vor vier Jahren hat der das Syndrom und es wird jedes Jahr schlimmer und beginnt früher.Ich bin total verzweifelt und weiß nicht wie ich dem kleinen Mann helfen kann. Netz, Alleosal, Gelsemium, Euphorbium, Colocynthis alles bereits probiert, Haare ausgerissen, Cortison, Chiropraktiker, wegen Verdacht auf eingeklemmte Nerven zum renken gehabt usw. Brauche dringend einen Rat, falls Telgte ihm nicht helfen kann. Ich glaube wir impfen unsere Pferde zu Tode !!!!!

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meine stute hat das auch seit einer kombinierten Influenza-Herpes-Impfung vor 4 jahren. hast du zusammen mit deinem ta eine behandlung mit aciclovir-tabletten probiert? oder herpes homöop.?

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Mein TA hat zunächst erst Cortison genommen, anschließend Augentropfen, dann wurde ihm der Wolfszahn gezogen, wir dachten es liegt daran, anschlißend wurden die beiden Nervenbahnen der Nase gespritzt jedoch hat bis jetzt nichts geholfen und wenn dann immer nur für einen kurzen Zeitraum! Der TA in Telgte glaubt jetzt, dass eine Lichtempfindlichkeit vorliegt, jedoch ist es egal ob Sonne oder Regen, es ist nicht Wetter abhängig sondern jahrezeitenabhängig, leider wird nur die Zeit des HS immer länger. Das erste Mal war es Juni dann Mai, dann April und dieses Jahr ist es schon im März angefangen. Ich kann nicht glauben, dass es das gewesen sein soll. Alleine in meinem Bekanntenkreis befinden sich drei Pferde, die auch von diesem Krankheitsbild betroffen sind und bei allen dreien begann es im Sommer nach der ersten Herpesimpfung! Es ist doch echt seltsam!!!

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also ich kann es irgendwie nicht verstehen, warum ihr das Zovirax bzw. Virzin nicht einfach mal probiert, meiner hatte es auch nicht akut, wir haben keine Ahnung wann er sich den Herpes geholt hat und es wirkte bei ihm trotzdem, obwohl es bei latenten Trägern nicht helfen soll, außer dem HS zeigte er NIE irgendwelche Herpessymptome...
Er bekam es im November und war bis Februar symptomfrei, okay, da hätte es auch das Wetter sein können, dann fing er im Februar wieder an, wieder Virzin gegeben, diesmal sogar ohne Baypamun und nur 3 Packungen, jetzt ist er seit Anfang März wieder komplett symptomfrei, ohne Netz, völlig egal was für Wetter...
Und wer mein Pferd kennt glaubt das nicht, er hat letztes Jahr und auch Anfang Februar so extrem geshaked, 24 Std. am Tag, egal bei was... Die Tabletten sind nicht billig, aber ein Versuch wäre es doch vielleicht wert, oder?

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Beim Menschen nennt man das ganze Trigeminus-Neuralgie und es sind einige (viele) Fälle bekannt, die sich das Leben genommen haben, weil sie mit der Krankheit nicht mehr leben wollten! Würde mein Pferd das auch tun? Wäre er froh, wenn das ein Ende hätte? Ich bin an meiner Grenze und habe das Gefühl auch mein Pferd aus dem sportlichen L-Dressur Pferd mit großem Kragen ist ein mickriges Etwas mit Strichmännchenhals geworden! Im Winter baut er auf und im Sommer das Doppelte wieder ab! Die Blutergebnisse vom Herpes sind noch nicht da, werde also noch etwas warten müssen!

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du würdest es merken, wenn es deinem pferd zu schlecht gehen würde. es würde es dir zeigen. ich habe mir das leben mit meinem talentierten springpferd auch anders vorgestellt. wollte unterricht nehmen, turniere gehen etc. ich war 14, sie 9 und ein super pferd mit top ausbildung in der ddr (nur pferd kommt daher...) dann kombinierte Influenza-herpes-Impfung, dann hs... das wars mit arbeiten. jahrelang wurde ich belächelt, angemeckert, ausgelacht von tierärzten: kauf dir mal einfliegengebammsel, pferd mag die nicht an den augen. haha...
schöner sch... diese krankheit. ach ja: von hilfsmittel wusste man auch noch nichts, jeder sagte mir, pferd würde sich widersetzen. ich war hilflos, wusste, stute ist lieb und leidet selber darunter. habe das ganze dann vor jetzt 14 jahren "kopfschüttelkrankheit" genannt. und dann kam das INTERNET! und damit HS.

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ich habe von zwei fällen gehört, in denen ein hs-pferd eingeschläfert werden musste. allerdings wusste man da auch noch nichts von herpes, borna etc.
1. fall: pferd grub sich ein loch, stand nur noch mit nase im Loch rum
2. fall: pferd schlug in der box mit dem kopf gegen die wand, kopf war schon blutig.

Anmerkung. Inzwischen sinds einige mehr.

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aktualisiert 4.12.07

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