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Ehrlichiose beim Pferd - Differenzialdiagnose zur EIA - equine infektiöse Anämie

In den PM-Mitteilungen der FN stand sehr interessanter Bericht von der R+V Versicherung:
Es gibt eine von Zecken übertragene Krankheit, die sich täuschen ähnlich der Equinen Infektiösen Anämie äußert.

Ehrlichiose und Babesiose wurden bis vor kurzem als reine Tropeninfektionen betrachtet. Mittlerweise hat sich dieses geändert. Die equine Art der Ehrlichiose bekommen nur Menschen und Pferde. Könnte also durchaus möglich sein, dass da beide gleichzeitig die selben Symptome und Blutwerte haben, was mir von einer behandelnden Therapeutin aus dem Forum berichtet wurde, siehe dazu Ehrlichiose Mensch

Die Ehrlichiose führt zu ähnlichen Symptomen wie bei der "Equinen Infektiösen Anämie" (EIA) siehe dazu: www.animal-health-online.de/drms/pferd/iae.pdf

Symptome Ehrlichiose Pferd:

Appetitlosigkeit
Fieber, Fieberschübe
Depressionen
gelblich Verfärbung der Schleimhäute (=Ikterus)
milde hämolytische Anämie,
Vergrößerung der Leber und Milz
Anämie (besonders in der chron. Phase)
Blutungsneigung (Schleimhäute)
Ödemen der Extremitäten und z.T. massiver Thrombozytopenie (= Verminderung der Blutplättchenzahl im peripheren Blut)

Die Ehrlichiose ist nur im Labor (großes Blutbild und Antikörperbestimmung oder besser den direkten Erregernachweis) von der EIA zu unterscheiden.

Auszug von www.laboklin.de:

Die Erkrankung
Die verschiedenen Ehrlichienspezies werden in drei verschiedene Klassen,  basierend auf den Zelltyp, den sie infizieren, eingeteilt.
Bei einer Infektion mit E.canis kommt es zur Infektion der Monozyten und somit zur Caninen Monozytären Ehrlichiose (CME), bei der Infektion mit E. phagocytophila werden Granulozyten infiziert, was zur Caninen Granulozytären Ehrlichiose (CGE) führt.
Die Inkubationszeit bei Ehrlichia beträgt etwa 8-20 Tage, die dann in eine akute Phase von 2-4 Wochen übergeht. Klinische Symptome sind meist unspezifisch: Fieber, Anorexie, Dyspnoe, Anämie und Lymphadenopathie. In seltenen Fällen treten ZNS-Störungen auf.
In den ersten 10-20 Tagen sieht man Thrombozytopenie, wobei es aber eher selten zu spontanen Blutungen kommt. Danach kommt es unbehandelt meist zu chronischen Infektionsphasen.
Bei der Infektion mit E. phagocytophila sind die Symptome sehr ähnlich. Hinzu kommt aber in der Regel eine Polyarthritis mit neutrophilen Entzündungserscheinungen hinzu.

Die Therapie
Mittel der Wahl bei der Therapie der Ehrlichiose sei Doxycyclin in einer Dosierung von 10 mg/kg täglich für 28 Tage (Infectious Disease Group, ACVIM). 

 

Die Diagnose
Zur Diagnose der Ehrlichiose wird nach wie vor der indirekte Immunfluoreszenztest zur Antikörperbestimmung als “Gold Standard" bezeichnet. Doch wird dies  gerade bei chronisch erkrankten Tiere mit ihrer sehr geringen Antikörperproduktion schwierig. Hier sollte ein direkter Erregernachweis mit der PCR-Methode erfolgen, da gerade diese Tiere zur Verbreitung der Krankheit beitragen.

Der Nachweis

Guter Link dazu: http://www.reiter-pferde.de/news/news/archiv/2012/juli/article/ehrlichiose-zecken-fieber/

Babesiose Pferd

Babesia equi:

eine Theilerienart:
Fieber, Apathie, Beschleunigung der Herzfrequenz, gesteigerte Atemfrequenz
schwere Anämie, Leukozytose
gelblich Verfärbung der Schleimhäute (=Ikterus)
abfallender Hämatokrit

auch chronische Verlaufsformen sind wahrscheinlich.

Bei beiden Arten gibt es auch atypische Verlaufsformen. Auch Infektionen mit beiden Arten sind möglich.

Ehrlichiose und Babesiose gibt es auch beim Menschen.

Dazu ein guter Link von Laboklin: http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0504.htm

 

aktualisiert 30.12.09

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