
Haustiere wie Katzen, Hunde und auch Pferde sind ein oft unterschätztes Risiko in der Übertragung von dieser Bakteriengruppe. Wild sowieso. Daher gilt:
Im allgemeinen gilt: Niemals Zecken von Haustieren mit nackten Fingern entfernen!
Gegenwärtig sind allein über 800 Zeckenarten bekannt. Sie gehören zu den Spinnentieren und nicht zu den Insekten. Davon sind etwa 40 human- und tierpathogen. Sie übertragen mit einem Stich Bakterien (Spirochäten), Viren oder Protozoen. Es können auch mehrere Keime gleichzeitig mit einem Stich übertragen werden und es entwickelt sich dann eine Mischinfektion.
Es gibt über 300 Borrelienarten und
den bekannten Co-Infektionen (Babesia, Ehrlichiose, Rickettsien, Mycoplasmen,
Bartonella).
Wir finden bei unseren Patienten vorwiegend drei verschiedene Arten von Borrelien,
die auch in der Schulmedizin als Auslöser von chronischen Erkrankungen
anerkannt sind:
- Borrelia burgdorferi
- Borrelia garinii
- Borrelia afzelii.
"Die Borrelien verstecken sich vor den Angriffen des Immunsystems wie der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz, indem sie Kontroll-Eiweiße des Organismus an ihre Oberfläche binden und so verhindern, dass der Körper sie als feindliche Eindringlinge erkennt" (Auszug aus http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-11666.html)
Die Bakterien Borrelia burgdorferi, Borrelia garinii und Borrelia afzelii sind mit dem Syphiliserreger Treponema pallidum eng verwandt. Zwischen beiden Krankheiten, der Lyme-Borreliose und der Syphilis, bestehen daher zahlreiche Parallelen. Es existieren mehrere Krankheitsstadien, die fließend ineinander übergehen oder auch durch sehr lange beschwerdefreie Intervalle getrennt sein können. Diese "sekundären Latenzstadien" gehören zu den besonderen Charakteristika der Borreliose.
Die drei Borrelienarten B. burgdorferi, B. garinii und B. afzelii wurden kürzlich aufgrund genetischer Unterschiede getrennt. B. garinii soll mehr Neuroborreliosen, B. afzelii mehr Hautmanifestationen und B.burgdorferi mehr Athritis verursachen, siehe nähere Einzelheiten unter Bakterien
Zeckeninfektionen werden in hohem Maße von Nymphen verursacht. Das Bakterium befindet sich im Mitteldarm der Zecke. Deshalb wird der Erreger auch nicht sofort beim Zeckenstich übertragen, wie das beim FSME-Erreger der Fall ist. Normalerweise gelangt Borrelia burgdorferi erst nach ungefähr 12 bis 24 Stunden mit den Ausscheidungen der Zecke in den Körper.
Ihre Symptome sind äußerst vielfältig und Fehldiagnosen sind
sehr häufig, so dass die Tiere auf eine Vielzahl von anderen Krankheiten
ohne großen Erfolg behandelt werden, obwohl ihnen eine adäquate
Borreliosebehandlung helfen könnte.
Die Borrelien können
sich ebenfalls wie das Bornavirus ins limbische System einnisten und ähnliche
Symptome hervorrufen.
Wichtig sind vor allem die richtigen speziellen Tests zur Erkennung, von denen
es einige verschiedene gibt.
Nach neuen Berichten aus Deutschland und USA gelten als Überträger
u.a. auch Pferdefliegen und Stechmücken. So scheint Borrelia burgdorferi
auch durch eine stechende Fliegenart, die sich vorwiegend in der Nähe
von Viehweiden oder auch auf den Misthaufen der Pferdeställe aufhält,
übertragen zu werden. Es ist sehr wichtig hier, zu betonen, dass Lyme-Borreliose
keine Krankheit ist, die nur von einer Zecke verursacht wird! Lyme ist in
Stechmücken gefunden worden, sowie auch in Milben, Flöhen, gutem
Wasser, afrikanischen Staub, Tränen, Samen und Brustmilch! aus http://www.rense.com:
Borrelien verstecken sich im Zellinnern in einer aziden Vikuole; Medikamente sollten daher immer mit alkalinisierten Methoden gegeben werden. (Gewebeübersäuerung ist daher ein begünstigender Faktor)
Borrelien verstecken sich zusätzlich auf verschiedene Arten, sind dann labortechnisch nicht mehr nachweisbar: Innerhalb von Makrophagen, weißen Blutkörperchen, Nerven- und Endothelzellen, Fibroblasten und Astrozythen, Sehnen und Gelenkflüssigkeit.
Aus ihren zystischen Formen können jederzeit Keime schlüpfen. Sie
scheiden ein Glycoprotein ab, dass eine für Antibiotika undurchdringliche
Kapsel schafft. Durch Schädigung des Immunsystems werden im Spätstadium
oft keine nachweisbaren Antikörper gebildet.
Dr. Norbert Satz, Zürich/Schweiz -
beschrieb trotz komplizierter mikrobiologischer Details recht anschaulich die Funktionsweise der wurmförmigen Borrelien soweit bekannt, dass Borrelien im Prinzip durch jedes Hindernis/Gewebe gelangen können, auch ganz langsam, wie sie ihre Oberflächenstruktur ständig verändern, um dem Immunsystem zu entgehen. Selbst absterbende Borrelien könnten das Immunsystem noch verwirren, weil sie ihre Oberflächenstruktur nicht mehr veränderten und so als Erreger erkannt würden, die zwar gar nicht mehr aktiv seien, das Immunsystem dadurch aber ablenken. Borrelien müßten extrem anpassungsfähig sein, um sowohl in der Zecke als auch in allen möglichen chemisch sehr unterschiedlichen Umgebungen/Übergangsstadien in der Zecke selbst bis in den Wirt, und auch dort ständig, überleben zu können.
Zur Oberflächenstruktur : Die Borrelie trägt einen Schutzmantel
mit einem Oberflächen-Protein, genannt VlsE (variable major protein-like
sequence, expressed) bestehend aus variablen und statischen Teilen welche
immer wieder neu kombiniert werden, die Borrelien können alle 4 Tage
(!!!) das VlsE-Protein verändern.
Zwar erkennt das Immunsystem die Borrelien, wenn sie sich nicht gerade verstecken.
Soll heissen: Das Immunsystem bildet Antikörper, die allerdings nichts
mehr ausrichten können, sobald die Borrelien sich wieder neu getarnt
haben. Ein ewiges Katz- und Maus-Spiel.
Allerdings spielt das VlsE bei der Labordiagnostik inzwischen eine wichtige
Rolle (offenbar aber erst seit wenigen Jahren, im Internet findet man mit
google dazu Beiträge).
Zu FSME wurde noch eine Berg-Region/Volksgruppe erwähnt, wo das Virus
über den Genuß von Ziegenmilch reihenweise auf Menschen übertragen
würde, wobei es sich aber um einen sehr speziellen Fall handeln soll
(?).
aktualisiert 14.12.07