Hallo,
in einem anderen Thread waren wir zufällig auf das Thema Impfungen gekommen,
und es haben einige ihre negativen Erfahrungen wiedergegeben, die sich eigentlich
auch mit meinen decken. Ich bin kein Impfgegner, bin aber in den letzten Jahren
wesentlich restriktiver geworden und impfe nur noch das Allernötigste.
Neue Erkenntnisse über das Verhältnis von Keimen und Menschen zueinander
bestätigen eigentlich dieses vorsichtige Verhalten gegenüber Impfungen.Ich
habe mal zusammengefaßt, was sich so in den letzten Jahren ergeben hat:
Der Wunsch vieler Pferdebesitzer, ihre Pferde vorsorglich gegen immer mehr
Krankheiten zu impfen, hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Häufig
allerdings ohne Vorteile zu bringen. Nicht selten wird dabei von schweren
Impfreaktionen berichtet.
Wann Impfungen wirklich sinnvoll sind und wann nicht ist, glaube ich, sogar
vielen Medizinern nicht ganz klar, wobei zum Teil aber auch die Gewichtung
von Schaden und Nutzen sehr schwierig ist.
In den letzten Jahren sind einige neue Erkenntnisse hinzugekommen, die zeigen,
daß es durch Impfungen außer zu der erwünschten Schutzwirkung
gegen einen bestimmten Erreger auch zu unerwünschten langfristigen Nebenwirkungen
kommen kann:
Gemeinhin stellt man sich die Impfung so vor, daß man dem Körper
beibringt, auf bestimmte Keime durch eine schnelle Immunantwort zu reagieren
(Diese Immunantwort ist dann Teil des erworbenen, "antrainierten"
Immunsystems, im Gegensatz zum sogenannten angeborenen Immunsystem, welches
als erste Abwehrmaßnahme des Körpers auch schon ohne Training ziemlich
unspezifisch Keime angreift. Das erworbene und das angeborene Immunsystem
sind aber nach neuen Erkenntnissen miteinander verflochten.)
Der Körper lernt dabei, bestimmte Oberflächenstrukturen der Keime
zu erkennen und speziell auf diese Keime konzentriert zu reagieren.
Keime wechselwirken aber auch untereinander. Sie versuchen, auf Kosten der
anderen, einen Lebensraum zu besetzen und halten dadurch andere in Schach.
Dies ist der Grund für die verbreitete Anwendung von probiotischen Bakterien:
nämlich die Verdrängung von unerwünschten Bakterien.
Wird ein bestimmter Keim abgetötet, können sich daher andere in
dessen Lebensraum hineinvermehren.
Nun sind einige gesundheitsschädliche Keime aber überraschenderweise
auch beim gesunden Menschen dauerhaft vorhanden. Lediglich ihre Menge ist
gering, sie werden von anderen Bakterien in Schranken gehalten. Erst wenn
es ihnen aus irgendwelchen Gründen gelingt, sich auf Kosten der anderen
Keime stark zu vermehren, wird der Mensch krank.
Durch Impfungen gegen einige dieser Keime, die auch beim gesunden Menschen
schon vorhanden sind, werden diese auch beim gesunden Menschen bekämpft
und zurückgedrängt, wodurch sich andere auf deren Kosten verbreiten
können. Solange dies harmlose Keime sind, macht das nichts aus. Wenn
jedoch andere schädliche Keime davon profitieren und sich bis zu einer
krankmachenden Menge vermehren können, geht der Schuß nach hinten
los!
Eine solche Impfreaktion ist z.B. vor wenigen Jahren in den USA bekannt geworden
und hat zum Zurückziehen des betreffenden Impfstoffes geführt: Dieser
Impfstoff war gegen einen Keim der Lungenentzündung (Streptococcus pneumoniae)
gerichtet, hatte aber dadurch gleichzeitig zu einer Zunahme von anderen Bakterien,
z.B. der Art Haemophilus influenzae, geführt. Das Ergebnis war, daß
die geimpften Kinder zwar gegen Lungenentzündung gut geschützt waren,
dafür aber häufig Ohrinfektionen bekamen. (Lysenko u.a., PLoS Pathogens,
2005)
Weiterhin sind Erkennungen von Keimen nicht immer 100% spezifisch. Der Körper
reagiert daher auch auf Keime, die eine ähnliche Oberfläche haben
(das ganze ist eine Sache des chemischen Gleichgewichts, welches sich entsprechend
der Affinität des entsprechenden Keimes zum erkennenden Kontrollorgan
des Immunsystems in die eine oder andere Richtung verschiebt.) Zwar ist die
Abwehr gegen äußerlich ähnliche Keime wesentlich schwächer
als gegen die mit der genauen Oberflächenstruktur, aber sie reduziert
dennoch auch die Anzahl dieser Keime.
Nicht alle Keime sind aber für den Körper schädlich. Im Gegenteil!
Er benötigt sogar viele von ihnen. Im Laufe der Evolution hat sich eine
Art Symbiose gebildet.
Am auffallendsten ist das bei den nützlichen Darmbakterien, die nach
einer herkömmlichen Antibiotika-Therapie häufig stark beeinträchtigt
sind und daher wieder aufgebaut werden müssen. Die Anzahl von Darmbakterien
beträgt nach neuer Zählung ungefähr 500 unterschiedliche Arten
statt, wie bislang gedacht, "nur" 300!
Durch Impfungen ist somit mit einer mehr oder weniger leichten Verschiebung
des Anteils der einzelnen Bakterien zueinander in der Darmflora (aber auch
an anderen Stellen in und auf dem Körper) zu rechnen, denn Verringerung
in der Anzahl der einen Keime führt gleichzeitig zur Vermehrung von anderen.
Diese anderen profitierenden Keime müssen nicht immer wünschenswert
sind.
Nach den Erkenntnissen der letzten Jahre scheint die Darmflora einen großen
Einfluß auf die Ausbildung von Allergien zu haben. Inwieweit übermäßiges
Impfen hierzu beiträgt, kann man nur mutmaßen, Studien gibt es
hierzu wohl noch keine.
Aber: "Absence of evidence is not evidence of absence!"
Nur, weil die Studien bislang nicht gemacht wurden, bedeutet nicht, daß
der Zusammenhang nicht existiert! Dieser Schluß wird leider häufig
gezogen! Es heißt nur, daß noch niemand danach gesucht hat.
Nicht mit der Grundlage der Impfung selbst, wohl aber mit ihrer derzeitigen
Anwendungsform hängt eine andere Gefährdung zusammen.
Impfstoffe wurden und werden mit einem Stabilisator versehen, um sie haltbarer
zu machen. Dieser Stabilisator (Thiomersal) ist eine Quecksilberverbindung!
(Wie man überhaupt auf so eine Idee kommen und vor allem sie auch noch
so lange beibehalten kann, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft!)
In den USA wird zur Zeit lebhaft diskutiert, ob dieses Thiomersal der Hauptverantwortliche
für die dortige dramatische Zunahme von Autismus ist. In USA, wo Säuglinge
früh mit vielen Impfungen versehen werden, ist jetzt eines von 166 Kindern
ein Autist! Bei den Amish, einer Sekte, die ihre Kinder nicht impft, ist es
eines von 15000 ! Das ist ein Faktor 100 Unterschied, der als extrem signifikant
gelten müßte! Außerdem wurde bei den wenigen Fällen
von Autismus unter den Amish ungefähr die Hälfte als Folge einer
Quecksilbervergiftung diagnostiziert! Einige Mediziner erkennen diesen Zusammenhang
als signifikant an, das Gros leider bisher nicht. Es entspricht eben nicht
ihrer Lehrmeinung.
Bei dem Pferd einer Forumsteilnehmerin (Diamond96) wurde vom Tierarzt sogar
eine Quecksilbervergiftung durch Impfungen diagnostiziert, und sie muß
es deswegen dauerhaft behandeln.
Pferde reagieren im allgemeinen empfindlicher als Menschen auf Medikamente
und Gifte. Da sie zudem wesentlich häufiger als Menschen geimpft werden,
wäre von daher beim Pferd eigentlich mit einer großen Dunkelziffer
von durch Quecksilber verursachten Nebenwirkungen zu rechnen.
Meine eigenen Pferde (keine Turnierpferde) werden daher nur noch gegen Tetanus
geimpft. Tetanus ist eine wirklich wichtige Impfung. Ich frage mich, ob es
hier womöglich auch schon Impfstoffe für den Menschen ohne Thiomersal
gibt?
Tollwut würde ich impfen lassen, wenn sie Tag und Nacht auf einer Koppel
wären und es Tollwutfälle im Revier geben würde, sonst nicht.
Meinen 34-jährigen Wallach lasse ich sogar seit er 30 ist nicht mehr
gegen Tetanus impfen. Tetanusimpfungen halten sehr lange vor, vermutlich ungefähr
10 Jahre lang, und er ist sehr gut grundimmunisert, da er sein Leben lang
regelmäßig dagegen geimpft worden ist. (Wenn er 38 werden sollte
, würde ich aber vermutlich doch wieder mal für die hoffentlich
immer noch folgenden Jahre impfen lassen, allerdings nur quecksilberfrei!)
Gegen Herpes hatte ich mal vor etwa 5 Jahren impfen lassen (Passivwirkstoff),
hatte aber Nebenwirkungen beobachtet (Schwellungen, Headshaking-Verstärkung)
und es dann nicht mehr durchführen lassen.
Pilzimpfungen belasten das Pferd hauptsächlich. Besser ist der Einsatz
von Moosen gegen den Pilz selbst und der Verzicht auf die Fütterung von
Fertigfutter, das den Pilz "nährt".
Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Ansichten!
Viele Grüße
Dr. Stefan Brosig
aktualisiert 24.9.06 - CMS