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Neue Forschungsergenisse bei humanen Herpesviren

http://www.uniklinikum-saarland.de/de/aktuelles/uks_report/UKS-Report_32004/Neue_Forschungsergebnisse_

7.11.07: „Ich lasse dich in Ruhe, wenn du mich nicht krank machst!“ Diese hinter dem Rücken des Immunsystems getroffene „Geheimabsprache“ zwischen Homo sapiens und Herpesviren ist möglicherweise der Schlüssel dafür, dass die Menschheit von den verbreiteten Eindringlingen weitgehend in Ruhe gelassen wird.

Denn immerhin sind zwischen 70 und 90 Prozent aller Menschen mit dem Herpes simplex-Virus (HSV-1) infiziert und über 95 Prozent sind Träger des Epstein-Barr-Virus. Daran gemessen reagiert allerdings nur eine relativ geringe Zahl der Infizierten beispielsweise mit Bläschen, Windpocken, Gürtelrose, Hirnhautentzündungen oder Tumoren auf die Viren. Offenbar genügen sich diese selbst, solange sie unbeachtet bleiben dürfen. Werden sie in Ruhe gelassen, vermehren sich die Viren auch nicht; sie schlafen und fügen ihren Wirtszellen keinen Schaden zu.

Dazu müssen sie allerdings über eine Art von Tarnkappe verfügen, denn grundsätzlich gilt: Das Immunsystem erkennt jeden Eindringling. Möglicherweise haben Virologen und Biochemiker am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg nun solche „Tarnkappen“ gefunden. Bestätigt sich die Vermutung der Forscher, würde das den Weg zu völlig neuen Behandlungen von Herpes-Infektionen eröffnen.

Das zu den Herpesviren zählende Epstein-Barr-Virus (EBV) gilt als Ursache für die in Südost-Asien verbreiteten Nasen- Rachenraum-Karzinome, für die Burkitt-Lymphome in Afrika und für die sogenannten Hodgkin-Lymphome, einem bösartigen Lymphdrüsenkrebs in der Halsregion.

Um eine üblich ablaufende Herpes-Infektion handelt es sich dabei allerdings nicht. Denn bei ihrer Vermehrung, die letztlich zum Platzen und Auflösen der Wirtszelle führt, produzieren Herpesviren gewöhnlich bestimmte Eiweißstoffe, die auch das Immunsystem erkennt. EBV produziert in Tumorzellen offensichtlich kein Vermehrungsprotein, wodurch das Immunsystem „blind“ und inaktiv bleibt. Stattdessen wurden in den infizierten Krebszellen erstmals sogenannte Mikro-RNAs (miRNAs) nachgewiesen, die vom Virus stammen (Pfeffer, S. et al., 2004 Science 304, 734-736). Die ersten miRNAs entdeckten Forscher vor zehn Jahren in Würmern. Seither sind über 100 dieser Moleküle in Fliegen, Pflanzen und menschlichen Zellen bekannt geworden. Vermutet wird, dass die aus nur 22 Bausteinen zusammengesetzten miRNAs bei der Umsetzung genetischer Baupläne in Proteine deren Zusammenbau und Funktion kontrollieren und steuern. Möglicherweise machen das auch die fünf in EBV infizierten Zellen gefundenen miRNAs. „Wir vermuten, dass diese Moleküle den Aufbau von Proteinen verhindern, die das Virus für das Immunsystem erkennbar machen“, sagt Grässer und sieht darin auch eine Erklärung dafür, weshalb sich infizierte Tumorzellen nicht auflösen.

Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wollen die Forscher nun die miRNAs eliminieren. Sollte sich dann zeigen, dass die Viren vom Immunsystem erkannt werden und sich parallel dazu so stark vermehren, dass die Tumorzellen platzen, ergäbe sich daraus erstmals ein unmittelbarer Ansatz zur Behandlung der genannten Tumoren. Da das von den miRNAs verhinderte Eiweißmolekül in ähnlicher Struktur auch im Herpes simplex-Virus vorkommt, hofft Susanne Bailer auch auf neue Therapie-Möglichkeiten von Lippen-Herpes. „In diesem Falle würde man den umgekehrten Weg gehen und würde vielleicht synthetische miRNAs geben, um die für die Virusvermehrung zuständigen Proteine auszuschalten. Dadurch wären die Herpes simplex-Viren für das Immunsystem wieder unsichtbar, und eine Abwehrreaktion würde möglicherweise eingedämmt werden
können“, vermutet die Homburger Biochemikerin.

Noch bleibt alles Zukunftsmusik. Doch hat die vom Fachmagazin „Science“ im April vorgestellte Entdeckung der Homburger Forscher den Weg zu einem besseren Verständnis der Regulierung von Herpes-Infektionen gezeigt. (kap)

19.5.06: Korruption im deutschen Gesundheitswesen

Ich möchte allen einen Beitrag aus meiner Tagesezeitung vom letzten Mittwoch nicht vorenthalten:

"Transparency International schätzt, dass im Gesundheitswesen jährlich Milliardensummen verloren gehen. Den Schaden schätzte die Organisation gestern in Berlin auf 8 - 24 Milliarden Euro. Abrechnungsbetrug und Einflussnahme der Pharmaindustrie gehörten in Deutschland zum Alltag. Kriminelle handelten im großen Stil mit Versichertenkarten und Medikamenten. Lieferanten, Hersteller, Ärzte und Apotheker schlössen sich zu regelrechten Netzwerken zusammen, die nur ein Ziel haben, uns allen möglichst viel Geld abzunehmen. Manipulierte Studien: Forscher fälschten gegen Bezahlung Studien! Untersuchungen von Medikamenten würden häufig "aufgehübscht". Von über 3000 Forschern in den USA gaben im vergangenen Jahr 15,5 % zu, auf Druck von Sponsoren Methoden oder Ergebnisse einer Studie verändert zu haben, weitere 12,5 % räumten ein, mit fragwürdigen Daten gearbeitet zu haben, 7,5 % beichteten sogar krasse Fälschungen! Auch in Deutschland nimmt der Trend zur Manipulation laut Pharmakologen Schönhöfer "rasant" zu.

Über kostenlose Computerprogramme, die beim Ausstellen eines Rezeptes automatisch das passende neue Präparat auswählen oder attraktive Gratisreisen würden Ärzte regelrecht "gekauft". Selbst die Fachliteratur urteilt nach Ansicht von Transparency nicht vorurteilsfrei: So gebe es kaum noch klinische Zeitungen, "die von der Pharmaindustrie so unabhängig sind, dass kritische Wertungen veröffentlicht werden."
Lesen Sie den vollständigen Bericht: www.morgenweb.de/politik/20060517_p020747013_13606.html

Fazit: Was bleibt uns da noch als Betroffener, Mensch oder Tier? Kann die Wahrheit oder die Realität nur noch ihren Weg finden über freie Netzwerke im Internet? Ein Lichtblick ist da die unten genannte "Vereinigung Deutscher Wissenschaftler" /www.vdw-ev.de/, die sich der Traditon verantwortlicher Wissenschaft verpflichtet fühlt. Aber reichen 400 verantwortliche Wissenschaftler aus, um diesen immer tiefer werdenen Sumpf entgegenzutreten oder gar beizukommen? Sicher nicht alleine, nur wenn wir normale Bürger uns auch unsere Mitverantwortung bewußt werden, uns aus unserer Lethargie befreien und nicht mehr als Lemminge mitlaufen oder den Kopf in den Sand stecken. Mitdenken, nachdenken, hinterfragen, bewußt kontrollieren, sich wehren!

gefährliche Mutationen:

Und noch etwas fällt auf: Nicht nur aus der Pferdewelt wird berichtet von gefährlichen Mutationen von Herpesviren in den letzen paar Jahren, sondern ebenfalls aus dem Humanbereich kommen alarmierende Meldungen über höchst gefährliche Herpesmutationen! Auch der VAZ, der Varizellen-Zoster-Virus ist mutiert:

http://jvi.asm.org/cgi/content/full/78/13/6799 Es gibt zwei neue Mutationen, eine aus der Windpockenart und eine aus der Zosterart. Es lohnt sich, den ganzen Artikel durch den obigen Translator zu schicken, wenn man des Englischen nicht mächtig ist. Da steht nämlich, das schon bei den beiden zwei verschiedenen Varizellen-Zoster-Mutationen das Genom entschlüsselt wurde, die also eine Veränderung im Genom haben und 30 x schneller pathogener (ansteckender) sind als die wilden Arten!!!
Das erste Mal schon in 1998 bei einem Kind mit Windpocken, der Typ VZV-MSP und dann 2002 die zweite Mutation bei einem 75-jährigen Mann mit Gürtelrose, den Typ VZV-BC.
Ein Polymorphismus wurde entdeckt, der nie hätte erwartet werden können auf Grundlage der gegenwärtigem Kenntnis des Genoms von Herpesviren. In menschlicher Genetik wird ein genetischer Polymorphismus, der zu einem neuen Phänotyp im betroffenen Menschen führt, eine Mutation genannt im Gegensatz zu einer neuen Variante. Deshalb hat VZV-MSP die Attribute einer Mutations-VZV Belastung.
Eventuell noch überraschender als die Entdeckung der ersten Mutations-VZV Belastung war die anschließende Entdeckung einer zweiten Mutations-VZV Belastung in Vancouver, britischem Columbia, Kanada. Da wird auf eine Verbindung zu Aciclovir-Behandlung hingewiesen und dadurch folgende Mutationen. Ist aber nur die halbe Wahrheit, beim neuen Mutanten hilft das Virusstatika nicht mehr, aber verbreitet wird der Mutant durch Impfung!!

Und dann gibt es noch den Parainfluenza 5; dieser alte Affenvirus SV5 heißt jetzt PIV5, ist als Zoonosevirus eingestuft und wird als Vektor für Lebend-Impfungen benutzt, super Aussichten! http://www.vetsci.psu.edu/personnel/faculty/he.cfm?page=3. Es gibt bereits einen neuen Zoonose-Mutanten Zoster-Parainfluenza 5 - PIV 5 verursacht double-infection mit VZV - Zoster
http://www.ncf-net.org/library/PIV5HostChallenge-0606.htm

 

30.5.05: Herpesviren haben alleine 4 Genabschnitte, die die Immunabwehr hemmen. Siehe Bericht über Genmanipulationen bei einem neuem Impfstoff beim Menschen - Eine Kombivakzine gegen Herpes- und Papillomaviren?

 

alte Herpesberichte Pferde aus 2005 finden Sie im Archiv 2005:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aktualisiert 15.6.07

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