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Empfehlung Bücher:

Pferdegesundheit

Bender / Dr. Tina Ritter

mit den Themen Bornavirus, Borreliose, Herpes, Stoffwechselstörungen, Headshaking i.v.m.

Buchbeschreibung

 

AlenaBehandlung - Pferde:

Akut-Notfall: Im seltenen Fall eines Akut-Notfalles hier die Anweisungen einer führenden Bornaforscherin:

Eine sofortige Infusionsbehandlung mit Amantadin ist in dramatisch schnellen Fällen die einzige Chance, das Leben des Pferdes zu retten. Bei vorher bekanntem Infektionsstatus kann die Entscheidung schnell und unkompliziert getroffen werden. Bei nicht bekanntem Infektionsstatus und plötzlichem Krankheitsbeginn ist eine sofortige Behandlung auf Grund des klinischen Verdachts die einzige Möglichkeit, um keine Zeit zu verlieren. Dia Diagnostik im Blut darf nicht abgewartet werden. Selbst wenn es sich bei der Blutanalyse wider Erwarten nicht bestätigen sollte, schadet die Behandlung nicht und man hat alles getan.

Bezüglich Dosis siehe Sonderdruck lt. Angaben dort auf Seite 10 steht unter 2.3 Therapie, dass die dort genannte Menge an Tabletten im akuten Notfall auch die ersten Tage als Infusion gegeben werden kann. Lt. Therapieplan wären da pro 500 ml Infektion ja nur 200 mg Amantadinsulfat drin. Bei 500 kg Pferd braucht man 2g, das wären 10 Flaschen pro Tag. Kostet 201 € pro Tag (!). Die Infusion gilt nur für die ersten Tage, um einen möglichst hohen Wirkstoffpegel im Blut zu haben.
Betrachten Sie bitte diese Angaben ohne Gewähr und studieren Sie nochmals genau den Therapieplan. Im Notfall würde ich auf jeden Fall raten, dass der behandelnde TA Prof. Ludwig in Berlin anruft unter Mobil: 0171 754 2997, um genaue Anweisungen zu erhalten!!

Falls das Pferd eingeschläfert werden mußte: In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können die Tierseuchenkassen Beihilfen für den Verlust von Pferden durch Tötung oder Verendung infolge der "Ansteckenden Gehirn- und Rückenmarks-Entzündung (Bornasche Krankheit)" gewähren! Die Höchstbeträge liegen zwischen 1500 und 5000 Euro. Nähere Infos SONDERDRUCK AUSTIERÄRZTLICHE UMSCHAU


Behandlung:

Schulmedizin:

Amantadin (siehe Therapieplan Dr. Bode, RKI):

Dieses Mittel war bis dato nur bekannt als wirksames Mittel gegen den Influenza-A-Virus („Grippe“-Virus). Es ist ebenfalls ein antiviral wirkendes Medikament, das aber nur bei Influenzaviren Typ A wirksam ist. Amantadin bewirkt, dass das Virus seine Erbinformationen nicht in der Wirtszelle freisetzen kann. Dadurch kann sich das Virus nicht mehr vermehren.
Durch die Anwesenheit von Amantadin wird die Freisetzung des Virusmaterials, also das Uncoating, in den infizierten Zellen verhindert. Dieser Wirkungsmechanismus macht deutlich, dass Amantadin nur in einer sehr frühen Phase der Virusinfektion bzw. bei einem neuen Schub wirksam ist, also unmittelbar die ersten Tage nach der Infektion. Ein weiterer, aber nach heutigem Wissensstand nicht vollständig geklärter Wirkungsmechanismus von Amantadin ist die Hemmung der Penetration, also dem Eindringen der Viren in die Wirtszellen. Eine leicht antidepressive Wirkung von Amantadin konnte schon früh festgestellt werden.

Die Behandlung wird in der Regel auf 3 Monate angesetzt. Die Krankheit kommt immer in Schüben und bei Besserung nimmt die Länge der Schübe ab und was wichtig ist, das Pferd bildet Antikörper gegen den Virus. Lt. Bornaforscher soll das Amantadin bei ca. 80 % der behandelten Pferde Erfolg haben. Über die Kosten berichtet eine Betroffene: ca. 100 - 150 Euro pro Monat.

Amantadinsulfat wird im Bereich zwischen 2-4 mg pro Kg Körpergewicht dosiert und hat in diesem Rahmen keine Nebenwirkungen.

Zu Beginn muss das Medikament eingeschlichen werden bei 1 mg pro Kg Körpergewicht, z.B. bei einem 500-600 Kg Pferd wären das 500-600 mg täglich, 3 Tabletten à 200 mg Amantadin (morgens).

Nach 3 Tagen können Sie steigern auf 5 Tabletten à 200 mg (=1000 mg täglich für KG 500 Kg). Wenn der Befund mittlere Aktivität zeigt (CIC bis 0,6, Antigen negativ oder niedrig), dann kann es bei der niedrigen Dosis bleiben.

Bei höherer Aktivität ist eine Dosis von 3 mg pro kg KG zu empfehlen= 1500-1600 mg täglich für ein Pferd von 500 Kg.

Die Behandlung dauert im Regelfall 12 Wochen, nach 2-4 Wochen sieht man meist schon eine klinische Besserung. Die Kosten sind vergleichsweise erschwinglich,je nach Dosis um die 300-400 € für die gesamte Behandlung.

Die Viren werden nachhaltig unterdrückt, d.h. die Wirkung hält auch nach Absetzen über längere Zeit an. Wichtig ist ein Abschluss test nach 12 Wochen, um sicher zu gehen, dass die Virusaktivität deutlich gesenkt wurde.

 

Lesen Sie dazu auch den Artikel von http://www.vetion.de/taspezial/detail.cfm?aktuell_id=11345

Auszug: Die BDV-Erkrankung konnte durch Gaben von Amantadin in der Regel erfolgreich behandelt werden. Bei mehr als 78 % der behandelten Pferde war eine klinische Besserung festzustellen. In Deutschland ist die BK immer noch eine meldepflichtige Tierkrankheit, obwohl sie nach Ansicht des Autors mit einer Prävalenz von über 52 % nach dem Tierseuchengesetz kaum noch als eine solche einzustufen ist. Andererseits ist zu beachten, dass jeder Verdacht auf eine Enzephalitis beim Pferd wiederum anzeigepflichtig ist.

Kontrainduktionen - Nebenwirkungen:

Als Kontrainduktion ist u.a. im Internet für Menschen zu lesen: Patienten, die u.a. ihrer Vorgeschichte Nierenfunktionsstörungenin und Erkrankungen bzw. Störungen des zentralen Nervensystems aufweisen, sollten ebenfalls kein Amantadin erhalten. http://www.medsana.ch/artikel.php?id=1936&page_no=5 und http://www.netdoktor.de/medikamente/100010677.htm

Inzwischen stellte sich heraus, dass es tatsächlich oft Probleme gibt bei Mensch und Tier, wenn sie gleichzeitig eine akute Borreliose haben. Inzwischen gibt es immer mehr persönliche Berichte oder über THPs, dass das Amantadin entweder nicht anschlägt, wiederholt Rückschläge nach Absetzen des Medikaments kommen oder im Laufe der Medikation schwere Nebenwirkungen auftreten und die Pferde eingeschläfert werden mussten. Sehr oft sind diese Pferde gleichzeitig mit hohen Herpestitern und Lyme-Borreliose belastet, gehören also in die Kategorie "Kontrainduktion".


Zu Amatadin und andere Virusstatika finde ich die Seiten von ONMEDA medicine worldwide sehr lesenswert: http://www.onmeda.de/lexika/arzneimittellexikon/virenmittel.html:
" Es gibt zur Zeit keine Arzneimittel, die Viren im Körper abtöten können, ohne den Wirtsorganismus erheblich zu schädigen. Durch die zur Zeit verwendeten Arzneimittel werden die Viren lediglich in ihrer Vermehrung gehemmt, wodurch diese Arzneimittel auch Virustatika genannt werden. Alle Virenmittel, die systemisch, also im gesamten Körper angewendet werden, können erhebliche Nebenwirkungen erzeugen. Daher sind Virustatika auch verschreibungspflichtig, womit zugleich eine Apothekenpflicht besteht." Lesen Sie selbst weiter auf dieser interessanten Page, wo genau Infektionsverlauf und Vermehrung der verschiedenen Viren erklärt wird.

Antibiotika ist bei Viren unwirksam - aber

in einigen Pferdeforen wird von einer angeblichen neuen Behandlungsmethode von Tierärzten aus Norddeutschland berichtet, die auch erfolgreich angewandt worden wäre im Saarland, das in 2005 ziemlich betroffen war vom Bornavirus. Sie bestände aus einer Antibiotika-Therapie mit anderen Faktoren. Sie wird in diesem Forum beschrieben und diskutiert:
ttp://www.reitforum.de/showthread.php?t=227&highlight=Borna
Es sind sehr engagierte Ärzte dort bezüglich Borna. Sie haben in ihrer Praxis die Erfahrung gemacht, daß amantadin-therapieresistente Fälle auf eine spezielle 3-Wochen Antibiothikatherapie gut ansprechen und damit der Bornatiter runterzudrücken war. Warum, weshalb wissen sie selbst nicht, aber es hat funktioniert und das ist die Hauptsache. Da es aber viele betroffenen Pferde mit der Kombination Borna-Lyme-Borreliose gibt, erscheint diese Therapie in einem neuen Licht. Denn die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektion und die kann mit Antibiotika behandelt werden. Vermutlich hatte hier die Borreliose den Hauptanteil an der Erkrankung.

Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse und ich habe auch eine Dokumentation zusammenkopiert von einer Betroffenen, deren Pferde mit absoluten Bornasymptomen gerade eine ganz erhebliche Besserung erfahren durch eine eigentlich typische Borreliosemedikation plus Vitamin C und Immunstärker. Wie oft bei schwer kranken Bornapferden hat die Besitzerin ähnliche Symptome. Interessant wird eine Theorie der Borrelioseärztin Dr. Hopf-Seidel in diesem Zusammenhang, die schreibt, dass die Borrelien oft huckpack Viren transportieren und in die Zellen schleusen. Es scheint hier einen Zusammenhang zu geben mit o.g. Behandlung bei Bornapferden! Ich werde diese Sache verfolgen und dann berichten.

Eine andere Erklärung für diesen Erfolg und die Vermutung, dass bei o.g. Pferden nicht der Bornavirus vorherrschte, sondern andere Erreger - siehe z.B. hier:

Neu: Differenzialdiagnose für Borna:

Infektionen durch Pasteurella multocida und Psoroptes cuniculi, Parasiten, die fast die gleichen Symptome hervorrufen wie der Bornavirus und nicht nur auch bei Pferden, Katzen, Hunden, Füchsen, Wildkaninchen etc. vorkommen können, sondern ebenfalls bei Menschen, also ebenfalls eine Zoonose ist - und mit AB therapiert werden kann!

siehe http://www.birgit-drescher.de/kaninchen03.html und  

http://www.diebrain.de/k-cuni.html

 

2. Alternative Medizin - gerade bei Mischinfektionen:

Inzwischen gibt es gute Erfolge mit alternativen Therapien, homöopathisch, Phytotherapie etc. Allerdings bedarf es da schon eines erfahrenen Therapeuten in Sachen Viren und anderer Erreger. Die Virenbelastung wird mit dem entsprechenden Mittel gegen Viren behandelt in Verbindung mit Entgiftung und Immunstärkung und Immunaufbau sowie Stoffwechselstörungen und eben auch der Co-Infektionen wie die Borreliose mit Borreliose-Nosoden . Immunstärkung wird groß geschrieben. Da die Mittel für die Pferde individuell und unterschiedlich angepasst gegeben werden müssen, können hier keine genauen Behandlungsvorschläge gemacht werden. Viele der Sportpferde sind wieder in den Sport einsetzbar, es gibt hier erwiesenermassen gute Erfolge!

Aktuelle Berichte Betroffener im Forum zeigen, dass bei vielen Pferden die naturheilkundliche ganzheitliche Viren/Borreliose-Behandlung sehr gut angeschlagen hat. Man kann also mit der Ganzheitsmethode die Viren und Bakterien erfolgreich behandeln. Sicher kommt es auch immer darauf an, wie lange ein Pferd schon an den ganzen Krankeiten leidet, je länger, desto länger dauert auch die alternative Behandlung. Und Amatadin soll auch nur im frischen Stadium bzw. bei akuten Schüben helfen. Läuft vermutlich parallel wie bei der Borreliosebehandlung mit ABs.

Die Stärke der Symptome bzw. Beschwerden richten sich nicht nach den Werten der Bluttests! Es gibt Pferde mit den höchsten Titern, die kaum Symptome ausweisen und andererseits Pferde mit nur geringen Werten, aber mit starken Symptomen! Es ist hier immer wichtig, wie stark die Antikörper als Gegenspieler auftreten.

Borna ist immer ein Stallproblem ist. Es gibt nie nur ein Bornapferd allein im Stall. Große Probleme sind Impfungen bei latenten Trägern und auch Wurmkuren. Die Verbesserung des Immunsystems ist außerordentlich wichtig. Wir möchten daher verweisen auf die Seiten Vorbeugung und Virenmittel als zusätzliche Alternativbehandlung.

Es gibt fast immer eine Verbindung mit den Herpesviren, insbesondere dem EHV2, lesen Sie darüber auf den Herpeseiten weiter

aktualisiert 15.12.09

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